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Drei neue Hochhäuser sollen am Mörsenbroicher Ei entstehen

Am Verkehrsknotenpunkt Mörsenbroicher Ei könnten bald weitere Hochäuser entstehen. Bislang steht hier weithin sichtbar das ARAG Hochhaus, das mit einer Höhe von 125 Metern aktuell das höchste Bürogebäude Düsseldorfs ist. Auf den benachbarten Grundstücken sollen nun bis zu drei weitere Türme entstehen. Die Stadt plant dafür einen neuen Bebauungsplan für das Areal zwischen Grashofstraße, Münsteraße, Mercedesstraße und der Toulouser Allee, das größtenteils bereits seit vielen Jahren brach liegt. Genauere Pläne zu den neuen Hochhäusern wurden nun auf der größten Immobilienmesse Europas, der Expo Real in München, vorgestellt.

Hochhäuser Mörsenbroicher Ei
Am Mörsenbroicher Ei in Düsseldorf sollen drei weitere Hochhäuser mit bis zu 125 Metern Höhe entstehen, Foto: Damerau / EuroAtlantic

Upper Nord Tower mit 35 Stockwerken

Upper Nord Tower
So soll der Upper Nord Tower aussehen, Foto CG Gruppe

Der Upper Nord Tower soll in direkter Nachbarschaft zum Arag Hochaus entstehen. Der 120-Meter hohe Turm wird auf 35 Stockwerken Platz für mindestens 400 Wohnungen bieten. Insgesamt entsteht eine Mietfläche von rund 26.000 Quadratmetern. Vor allem kleinere Wohneinheiten mit Grundflächen zwischen 30 und 70 Quadratmetern sind geplant. Die meisten sollen über einen Balkon verfügen. Sozialwohnungen sind nicht vorgesehen, da diese bei einem Gebäude dieser Höhe nicht gefördert werden. Dafür werden jedoch die im Handlungskonzept Wohnungsmarkt geforderten 20 Prozent preisgedämpftes Wohnen umgesetzt, so dass auch Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 10 Euro realisiert werden können. Alle Wohneinheiten sollen vermietet weren, Eigentumswohnungen sind nicht vorgesehen.

In den unteren Etagen des Upper Nord Tower sollen verschiedene Gemeinschaftsflächen für die Bewohner des Gebäudes entstehen. Neben einem Coworking-Space soll es einen Fitnesszentrum geben. Im Erdgeschoss werden Büroflächen und verschiedene Gastronomieangebote untergebracht. In der Tiefgarage mit rund 270 Stellplätzen sollen Carsharing-Angebote zur Verfügung stehen. Zudem können Lagerflächen angemietet werden. Ursprüngliche Planungen gingen von einem sogenannten Boarding-House im zweiten und dritten Obergeschoss und einer öffentlich zugänglichen Dachterrase mit spektakulären Sky-Bar im obersten Stockwerk aus. Inzwischen wurden diese Planungen jedoch zugunsten weterer Wohnungen verworfen. Nun könnten bis zu 433 Wohneinheiten entstehen. Auch ein Hotel mit einer Fläche von 4.800 Quadratmeter soll angebunden weren. Der Upper Nord Tower soll bis Mitte 2022 fertiggestellt weren. Realisiert wird das Projekt von der CG Gruppe AG, einem führenden Mietwohnungsentwickler in Deutschland.

Ando-Tower soll das erste CO2-neutrale Hochhau

Mit Tadao Ando konnte ein weltweit rennomierter Stararchitekt für ein weiteres außergewöhniches Hochhausprojekt gewonnen werden, das auf dem Grundstück des bisherigen Smart Autohauses entstehen soll. Ando erhielt für seine außergewöhnlichen Bauwerke zahlreiche Preise, darunter den Pritzker Architecture Prize, der als Nobelpreis der Architekten gilt. Bislang errichtete er vor allem Museen, Kultureinrichtungen und Wohnanlagen. In Düsseldorf wird somit sein erstes Hochhausprojekt entstehen.

Ando Tower
Der Ando Tower wurde vom janapnischen Stararchitekten Tadao Ando entworfen, Foto: EuroAtlantic AG

Der Ando-Tower soll das erste CO2-neutrale Hochhaus werden. Möglich wird dies unter anderem durch eine großflächige Begrünung der Außenfassade. Insgesamt sollen rund 5.000 Quadratmeter mit Bäumen und Sträuchen bepflanzt werden, die für optische Entspannung und eine optimale Luftzirkulation sorgen. Speziell entwickelte Glasscheiben an der Fassade sollen im Sommer bis zu 90 Prozent der Sonnenenergie reflektieren, so dass sich die Räumlichkeiten nur geringfügig aufheizen. Ergänzend kommt ein sensorgesteuertes Netzwerk im gesamten Gebäude zum Einsatz, dass die Systeme laufend kontrolliert und optimiert. So soll ein besonerders effizienter Energieverbrauch gewährleistet werden. Photovoltaikzellen und ein Erdwärmespeicher verbessern die Klimabilanz des Gebäudes zusätzlich.

Der prägnante Glasturm des japanischen Architekten ist mit seinen 125 Metern Höhe als weiteres städtebauliches Wahrzeichen der Landeshauptstadt konzipiert. Auf insgesamt 34 Geschossen entsteht eine Bruttogeschossfläche von 36.000 Quadratmetern. Bis zu 1.000 Menschen sollen hier zukünftig arbeiten können. Zudem sind ein Konferenzzentrum, ein Jazz-Club, verschiedene Restaurants und eine öffentlich zugängliche Roof-Top-Bar geplant. Als Investor fungiert die EuroAtlantic AG, die für den Bau des Ando-Towers mit rund 300 Millionen Euro Investitionsvolumen plant. Bis 2024 könnte das Gebäude realisiert werden.

Yrds – Neuer Bürokomplex an der Münsterstraße

Yrds
Der Bürokomplex Yrds entsteht auf einem Grundstück an der Mercedesstraße, Ecke Münsterstraße, Foto: Art-Invest

An der Ecke Mercedesstraße / Münsterstraße soll ein 17-geschossiges Bürohochhaus namens „Yrds“ entstehen, das von slapa oberholz pszczulny | sop architekten entwickelt wurde. Es soll als natürlicher Gegenspieler zum ARAG Tower fungieren und mit diesem einen torähnlichen Stadteingang schaffen.

Das gesamte Gebäudeensemble soll nach Fertigstellung eine Fläche von rund 37.000 Quadratmeter bieten. Eine eindrucksvolle 30 Meter hohe Eingangshalle mit dahinterliegendem, begrüntem Innenhof lenkt die Aufmerksamkeit auf das Gebäudeinnere und öffnet das Haus gleichzeitig nach außen. Die Fassade wird von feingliedrigen, quadratischen Fensterformaten dominiert. Der Baukörper besteht aus einem Sockelgebäude mit 8 Etagen, aus dem das Hochhaus empor wächst. Bis zu 480 Pkw-Stellplätze sollen geschaffen werden. Art-Invest fungiert als Projektentwickler. Die Fertigstellung ist für Anfang 2023 geplant.

Hochhausbeirat soll Entwicklung neuer Hochhäuser begleiten

Neben den drei für das Mörsenbroicher Ei geplanten Hochhäusern sind weitere geplant. Möglich wird dies durch kürzlich weggefalle Auflagen des Flughafens Düsseldorf für den Luftraum der Landeshauptstadt. Nun sind im Stadtgebiet Gebäude mit einer Höhe von bis zu 200 Metern realisierbar. Ein neu gegründeter Hochhausbeirat, der Anfang September erstmals zusammenkam, soll die Planungen in diesem Bereich steuern und konkretisieren. Zunächst soll ein neuer Hochhausrahmenplan für die Landeshauptstadt entwickelt werden. Das Germium soll viermal im Jahr tagen und konkrete Empfehlungen zu aktuellen Projekten aussprechen.

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