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Trivago-Campus im Medienhafen eröffnet

Die Hotel-Metasuchmaschine Trivago hat ihre neue Zentrale im Düsseldorfer Medienhafen bezogen. Der sogenannten Trivago-Campus bietet auf einer Fläche von rund 26.000 Quadratmetern Platz für etwa 2.000 Mitarbeiter. Vorerst sind es jedoch „nur“ 1.200 Angestellt die hier ihren Arbeitsplatz bezogen haben. Sie waren zuvor auf verschiedenen Standorte in Düsseldorf verteilt.

Ein Stück „Silicon Valley“ in Düsseldorf

Der organisch gestaltete Trivago-Campus hat sechs Stockwerke und bietet den Mitarbeitern zahlreiche Features. Neben einem eigenen Kino, einer 400 Meter langen Joggingstrecke auf dem Dach und einem Fitnessraum mit Gratis-Personaltrainer, stehen in 25 über das Gebäude verteilten Küchen Getränke, Obst und Snacks für die Mitarbeiter zur freien Verfügung. Gemütliche Terrassen und begrünte Außenbereiche laden zum verweilen ein und 65 individuell gestaltete Besprechungsräume sorgen zusätzlich für Wohlfühlatmosphäre. Bei der Gestaltung und Einrichtung dieser Räume durften sich die Mitarbeiter beteiligen.

Trivago-Campus
Eingangsbereich des neuen Trivago-Campus in Düsseldorf Foto: Tom Ziora / trivago

Flexible Arbeitsplätze und zahlreiche Rückzugs- und Meetingflächen bieten der überaus internationalen Trivago-Belegschaft, die sich aus Mitarbeitern aus 55 Ländern zusammensetzt, viele individuelle Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung. Die Start-up typischen Kickertische, Billardtische und Tischtennisplatten finden sich natürlich ebenfalls in der neuen Trivago-Zentrale, auch wenn das Unternehmen längst seinen Start-up-Status abgestreift hat. In einer Tiefgarage finden über 500 Fahrzeuge Platz. Etwa 200 Millionen Euro soll die neue Firmenzentrale am Hafenbecken zwischen Kessel- und Speditionstraße gekostet haben. Geplant wurde der Komplex von SOP Architekten aus Düsseldorf, umgesetzt wurde es vom Projektentwickler Immofinanz.

Trivago-Campus entsteht in zwei Bauabschnitten

Doch damit nicht genug. Trivago plant in einem zweiten Bauabschnitt ein zweites Gebäude. Dieser 16 geschossige Büroturm mit einer Mietfläche von rund 20.600 Quadratmetern soll 2020 fertiggestellt sein und würde die Kapazität auf bis zu 3.000 Mitarbeiter erweitern. Da jedoch aktuell nicht davon auszugehen ist, das Trivago die Belegschaft bis dahin derart ausbaut, könnten auch andere Firmen in das exponierte Hochhaus am Fuße des Hafenbeckens einziehen.

Schwieriges Geschäftsjahr für Trivago

Trivago wurde 2005 von drei Studenten im Stadtteil Flingern gegründet und hat seither eine beeindruckende Entwicklung genommen. Der Dienst vergleicht heute die Preise von 2,5 Million Hotels in 190 Ländern. Geld verdient Trivago mit der Weiterleitung seiner User auf die Buchungsseiten. Heute ist der Dienst in 55 Ländern vertreten, an der New Yorker Nasdaq notiert und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Internet-Start-ups. Im Jahr 2017 lag der Gesamtumsatz bei mehr als einer Milliarde Euro. Allerdings musste das Unternehmen in diesem Jahr auch einige Rückschläge hinnehmen. So brach der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 deutlich ein. Zudem wurde ein Verlust von 32,5 Millionen Euro ausgewiesen. Daraufhin verlor die Aktie des Unternehmens rund 70 Prozent an Wert.

Jedoch ließ man bei der Eröffnung der neuen Unternehmenszentrale keinen Zweifel daran, dass man bald wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Dank einem neu aufgelegten Sparkurs, der unter anderem die Spendings im TV-Bereich betrifft, soll die Profitabilität zurückkehren. Die Zahlen für das dritte Quartal sind jedenfalls schon vielversprechend. Nach Unternehmensangaben soll Trivago im Verlauf des Jahres 2019 wieder zum ursprünglichen Wachstumskurs zurückkehren.

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