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Toniebox aus Düsseldorf begeistert die Spielwarenbranche

Logo ToniesDie Toniebox begeistert mit ihren kleinen Spielfiguren, den sogenannten „Tonies„, bereits seit etwa drei Jahren die Spielwarenbranche. Die Idee hinter dem Kinderspielzeug ist so einfach wie genial – und made in Düsseldorf. Patric Faßbender wollte ein digitales Abspielgerät für seine Töchter, das langlebiger und intuitiver bedienbar ist, als die gängigen CD-Spieler oder Kassettenrekorder. Weil auf dem Markt nichts passendes zu finden war, entstand die Idee zur Toniebox, die er gemeinsam mit Ingenieur Marcus Stahl entwickelte. Seit 2016 ist das innovative Audiosystem für Kinder auf dem Markt und feiert seither beachtliche Erfolge.

Wie funktioniert die Toniebox?

Die Toniebox ist ein zwölf Zentimeter großer Würfel aus weichem Oberflächenmaterial, in dem ein digitaler Kern steckt. Wird eine Hörfigur, eine sogenannte „Tonie„, auf das Gerät gesetzt, startet das jeweils auf der Figur gespeicherte Hörspiel. Die Lautstärke wird durch Drücken auf ein großes oder kleineres Ohr geregelt. Zwischen den Titeln kann durch einen Klapps auf die linke oder rechte Seite des Geräts gesprungen werden. Somit kommt das Gerät ohne klassische Regler, Knöpfe, Scheiben oder Kabel aus. Durch diesen simplen Bedienmechanismus ist die Toniebox mit ihren Tonies bereits für Kinder ab drei Jahren geeignet. Weitere Vorteile: der Würfel ist kantenlos, stoßfest und genäht aus strapazierfähigem Stoff. Zudem verfügt er über einen Akku mit sieben Stunden Laufzeit und ist somit auch mobil einsetzbar. Ein Kopfhöreranschluss fehlt natürlich auch nicht.

Tonies erzählen Geschichten

Die Tonies genannten Hörfiguren sind zwischen fünf und acht Zentimeter groß und werden jeweils von Hand bemalt. Es gibt zahlreiche verschiedene Tonies, etwa in Form bekannter Motive wie dem Sandmännchen, Feuerwehrmann Sam, Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg. Wird eine Figur zum ersten Mal auf der Toniebox platziert, wird der entsprechende Inhalt automatisch per WLAN aus der Cloud geladen. Fortan kann er überall abgespielt werden. Jede Tonie-Figur enthält einen NFC-Chip, durch den die Box feststellen kann, welcher Inhalt abgespielt werden soll. Wird der Tonie vom Gerät herunter genommen, stoppt die Wiedergabe automatisch. Sie startet wieder an der selben Stelle, sobald die Hörfigur wieder auf die Toniebox gestellt wird.

Neben den Hörspiel-Tonies gibt es auch sogenannte „Kreativ-Tonies„. Diese Figuren bieten Platz für 90 Minuten individuellen Content. Mittels einer kostenlosen Smartphone-App können so beispielsweise Eltern ihrem Nachwuchs eine Gutenachtgeschichte vorlesen, Lieder vorsingen oder Grußbotschaften ins Kinderzimmer schicken.

Eine Erfolgsgeschichte made in Düsseldorf

Faßbender und Stahl gründeten bereits im Jahr 2013 die Boxine GmbH die bis heute die Produkte vertreibt. Für das Start-up gaben sie ihre alten Jobs als Kreativdirektor einer Werbeagentur bzw. Manager in einem Elektronik-Unternehmen auf und konzentrierten sich fortan voll auf Ihre Idee und die Entwicklung der notwendigen Technologie. In mehreren Finanzierungsrunden konnten Sie Investoren begeistern und sich einen hohen einstelligen Millionenbetrag sichern. Damit war die Vorfinanzierung gesichert, so dass im September 2016 die Toniebox auf den Markt gebracht werden konnte.

Toniebox Erfinder
Die Erfinder der Toniebox, Patric Faßbender und Marcus Stahl, Foto: Boxine

Bereits auf der Internationalen Spielwarenmesse 2016 in Nürnberg konnte das Audiosystem die Branche begeistern. Seither heimsten die beiden Düsseldorfer zahlreiche Preise für ihr Produkt ein, darunter den Red Dot Award / Best of the Best, den German Design Award vom Rat für Formgebung und den “iF Design Award 2017″, einem Preis des International Forum Design. Inzwischen beschäftigt die Boxine GmbH bereits rund 90 Mitarbeiter.

Die Toniebox ist vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz erhältlich. Doch die beiden Gründer wollen mehr und haben längst den internationalen Markt anvisiert. Zunächst werden nun die Absatzmärkte in Großbritannien und Irland erschlossen. Bis Ende 2018 sollen bereits mehr als 800.000 Tonieboxen und an die sieben Millionen Tonies über die Ladentheke gegangen sein. Der Umsatz stieg soll in diesem Jahr die 50 Millionen Marke knacken. Eine beachtliche Erfolgsgeschichte die dw gerne weiter begleiten wird.

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