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Steigender Bedarf an Pflegeleistungen

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt seit Jahren konstant. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren es Ende 2019 rund 4,13 Millionen Menschen. Das entspricht einer Zunahme um etwa 20 Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung zwei Jahre zuvor. Allein in Nordrhein-Westfalen galten 965.000 Menschen als pflegebedürftig und natürlich macht diese Entwicklung auch vor der Landeshauptstadt Düsseldorf nicht halt. Durch den voranschreitenden demografischen Wandel wird auch das Thema altersgerechtes Wohnen immer relevanter. Denn der steigen Zahl der pflegebedürftigen Menschen stehen deutlich zu wenige Pflegeplätze gegenüber.

Pflegegrad ist entscheidend

Pflegeleistungen
Für ältere Menschen stehen in Düsseldorf zahlreiche Angebote zur Verfügung, Foto: sabinevanerp / pixabay

Um den Anspruch auf Pflegeleistungen zu definieren, müssen die sogenannten Pflegegrade herangezogen werden. Diese gliedern sich in 5 Stufen und bilden die Grundlage zur Bestimmung der Bedürftigkeit. Darüber entscheidet sich, welche Leistungen den Betroffenen zustehen und welche Zuschüsse durch die Pflegekasse geleistet werden. Um einem Pflegegrad zugeordnet zu werden, muss ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden. Daraufhin erfolgt eine persönliche Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Dieser ermittelt anhand strenger Kriterien die noch vorhandene Selbstständigkeit und spricht eine Empfehlung für den jeweiligen Pflegegrad aus, dem die Pflegekasse abschließend zustimmen muss.

Relevante Kriterien im Rahmen der Pflegebegutachtung sind etwa die allgemeine Mobilität des bzw der Betroffenen, Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Möglichkeiten der Selbstversorgung, das Verhalten auf psychische Problemlagen, der Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. Zudem werden Krankheiten und körperliche Einschränkungen einbezogen.

Anspruch auf Pflegeleistungen

Je nach ermitteltem Pflegegrad stehen den versicherten Geldleistungen und Sachleistungen zu. Diese reichen von einem monatlichen Pflegegeld bis hin zu einer vollstationären Pflege. Auch für eine Wohnraumanpassung gibt es von der Pflegekasse entsprechende Gelder. So stehen unabhängig vom Pflegegrad bis zu 4.000 Euro je Gesamtmaßnahme zur Verfügung. Diese können beispielsweise für wohnumfeldverbessernde Umbauten im Badezimmer, wie eine bodenebene Dusche, genutzt werden. Auch ein Treppenlift zählt zu derart bezuschussten Umbauten und kann viel Selbstständigkeit und Mobilität erhalten. Wer mehr über die entsprechenden Möglichkeiten erfahren möchte, kann sich zum Beispiel an einen regionalen Experten für den Treppenlift in Duisburg wenden, der bei Beratung, Kauf, Miete und Wartung unterstützt.

Um eine Zusage für die Bezuschussung von wohnumfeldverbessernden Maßnahmen zu erreichen, müssen jedoch verschiedene Kriterien erfüllt werden. So muss die geplante Maßnahme die häusliche Pflege überhaupt erst ermöglichen. Des Weiteren müssen die Umbauten die Belastung für doe pflegebedürftige Person verringern und eine selbstständigere Lebensführung begünstigen.

„zentren plus“ und Pflegebüro bieten aktive Unterstützung

Wohnraumanpassungen sind eine gute Möglichkeit, um trotz Hilfe- und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich im eigenen Haushalt zu leben. Ergänzend dazu stehen in Düsseldorf die sogenannten „zentren plus“ zur Verfügung. Diese arbeiten eng mit anderen Fachstellen zusammen und richten sich gezielt an ältere Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf. Über die zentren plus können zahlreiche Gruppenangebote und Kurse in Anspruch genommen werden, etwa gemeinsame Theaterbesuche, Spielrunden oder Vorträge zu unterschiedlichen Fachthemen. Häufig wird auch ein Mittagstisch angeboten. Wer ein Versorgungsangebot für zu Hause benötigt, den beraten die Zentren im Hinblick auf Hol- und Bringdienste oder „Essen auf Rädern“.

Auch das städtische Pflegebüro steht mit Rat und Tat zu Seite und informiert über das Pflegeleistungen und andere Angebote für Senioren in Düsseldorf. Hier erfährt man Näheres zu ambulanten Pflegediensten, über Betreuungsdienste oder Möglichkeiten der Kurzzeitpflege. Auch bei anderen seniorenrelevanten Themen ist das Pflegebüro eine gute Anlaufstelle. Darüber hinaus hat die Stadt einen Wegweiser für Ältere und Junggebliebene entwicklet der über Wissenswertes wie den Begleitdienst der Rheinbahn oder Ehrenamtsbörsen informiert.

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