home Headline, Wirtschaft Düsselschmiede – Firmenverbund will Düsseldorf mitgestalten

Düsselschmiede – Firmenverbund will Düsseldorf mitgestalten

Fünf Schwergewichte der Düsseldorfer Wirtschaft haben sich zusammengetan, um unter dem Namen „Düsselschmiede“ Synergien zu nutzen, gemeinsam Projekte und nachhaltige Produkte zu entwickeln und die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten. Beteiligt sind der Flughafen Düsseldorf, die Messe, die Stadtsparkasse, die Stadtwerke sowie die Rheinische Post Mediengruppe. Alle Partner einen die Herausforderungen der Zukunft. So würden sich Denk- und Arbeitsweisen der Mitarbeiter, die Bedürfnisse und Ansprüche der Kunden, aber auch die Geschäftslogiken verändern. Bei all diesen Prozessen gäbe es Schnittmengen, auch wenn die einzelnen Partner in unterschiedlichen Branchen angesiedelt sind. Generell müssten sich alle Unternehmen mit laufenden technische Veränderungen und der allgegenwärtigen Digitalisierung auseinandersetzen, so die Partner des Firmenverbunds.

Düsselschmiede
Das Logo des Firmenverbundes „Düsselschmiede“

Um diesen Herausforderungen nicht alleine zu begegnen, wollen die Partner der Düsselschmiede Ressourcen bündeln und gemeinsam „etwas Nachhaltiges erreichen“ – für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Entwicklung der Stadt und den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Das kann alle Marktsegmente betreffen, vom Konsumgut, über Dienstleistungen bis hin zu Fragen der Infrastruktur oder des Fachkräftemangels. Dafür wollen die fünf Unternehmen ihre Geschäftsmodelle kritisch prüfen, Arbeitsweisen konsequent anpassen und neue Produkte und Herangehensweisen entwickeln.

Für künftige Projekte wurden vorerst fünf Kernthemen vereinbart: Mobilität, Stadtlogistik, Bildung, Arbeitgeberattraktivität und Infrastruktur. In diesen Bereichen sollen nun konkreten Projekte entwickelt werden, für die die Kooperationspartner entsprechende Budgets und Personal zur Verfügung stellen. Gemeinsame Arbeitsteams sollen Ideen sammeln und auswerten und die Umsetzung der Projekte anstoßen, die dann von Experten umgesetzt werden sollen. Jährlich sollen auf diese Weise zwei bis drei Projekte realisiert werden.

Pilotprojekt Mitfahrzentrale

Als erstes Projekt der Düsselschmiede wird eine Mitfahrzentrale in Form einer App realisiert. Damit sollen die Beschäftigten der fünf Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich zu einer Fahrgemeinschaft für den Arbeitsweg zusammen zu tun. Eine vorangegangene Umfrage hatte ergeben, das rund 50 Prozent der Mitarbeiter Interesse an einer solchen Lösung hätten. Die Software ermöglicht einen Matchingprozess zwischen Fahrer und Beifahrer, hält die Route fest und regelt die Zahlungsmodalitäten. Schon im zweiten Quartal 2019 soll die App an den Start gehen.

Als weiteres Projekt könnte bald ein Fahrservice für die rund 10.000 Beschäftigten der Düsselschmiede-Partner ins Leben gerufen werden. Denkbar sind kleine Elektrobusse, die den Mitarbeitern zum Car-Sharing angeboten werden. Die Stadtwerke Düsseldorf sammeln bereits Erfahrungen mit dem Modell e.GO-Mover. Durch beide Maßnahmen soll der Berufsverkehr verringert werden. Immerhin leidet Düsseldorf tagtäglich unter dem Verkehrsstrom, den 500.000 Pendler mit ihren Pkws verursachen.

Düsselschmiede auf der Start-up-Woche Düsseldorf

Im Rahmen der Start-up-Woche Düsseldorf 2019 will sich der Firmenverbund auch den ansässigen Start-ups vorstellen. Am 12. April lädt man ab 17 Uhr in die Seifenfabrik an der Erkrather Straße ein. Zu Gast sind dann auch Christian Baudis (Digital-Unternehmer, Ex-Google-Chef Deutschland) sowie Mirko Novakovic (CEO Instanta, Experte für Big Data).

Bei der Vorstellung der Kooperation betonten die Beteiligten übrigens, dass es nicht bei den fünf Gründungsmitgliedern bleiben muss. Die Düsselschmiede steht demnach auch anderen Düsseldorfer Unternehmen offen.

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