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Kryptographie-Experten von Physec gewinnen Gründerpreis NRW 2019

Bereits zum achten Mal wurde in der vergangenen Woche der Gründerpreis NRW verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden besonders innovative und kreative Geschäftsideen geehrt. Der Gründerpreis NRW wird vom Wirtschafts- und Digitalministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW.BANK gestiftet und ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Rund 150 Bewerbungen waren eingegangen, von denen zehn Gründerinnen und Gründer für die Auszeichnung nominiert worden waren. Die drei Sieger des Gründerpreis NRW 2019 heißen Physec, Ch.Batsch Verfahrenstechnik sowie StoneTec. Die Jury setzte sich aus Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der NRW.BANK sowie Existenzgründungs- und Wirtschaftsexperten aus Nordrhein-Westfalen zusammen.

Physec gewinnt Gründerpreis NRW 2019:

Gründerpreis NRW 2019Den ersten Platz belegten die Kryptographie-Experten von Physec aus Bochum. Die Gründer Dr. Heiko Koepke und Dr. Christian Zenger durften sich über ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro freuen. Physec wurde 2016 gegründet und hat sich auf die Entwicklung sicherer Lösungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz „IoT“) spezialisiert. Das Unternehmen, das seine Ursprünge in der Ruhr-Universität Bochum hat, beschäftigt heute bereits mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen verschiedenen Nationen, darunter auch Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Den zweiten Platz belegte in diesem Jahr die Firma Ch.Batsch Verfahrenstechnik aus Meckenheim und sicherten sich somit ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Bau und Entwicklung von Destillationsanlagen für Lösungsmittel, sowie Reinigungsanlagen für die metallverarbeitende Industrie. Die Anlagen die durch das Team um Gründerin Christine Batsch entwickelt werden verbrauchen deutlich weniger Energie als vergleichbare Anlagen auf dem Markt und arbeiten somit deutlich nachhaltiger.

Den dritten Platz beim Gründerpreis NRW 2019 belegte StoneTec aus Bocholt. Der Fliesenlegebetrieb aus dem Münsterland setzt Virtual-Reality-Technologie ein, um die Projektplanung mit Kunden zu optimieren. Zudem gehen die Gründer Tim Dunkerbeck und Peter Hagdorn neue Wege in Sachen Bezahlung und Ausstattung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit Geld- und Sachspenden unterstützt die Firma außerdem örtliche Sportvereine und eine Musikschule. Laut der Jury ist StoneTec ein hervorragendes Beispiel dafür, wie modernes Handwerk heute in Nordrhein-Westfalen aussehen kann. Die Firma zeige, wie man durch Digitalisierung und moderne Unternehmensführung eine traditionelle Branche wie das Fliesenlegerhandwerk weiterentwickeln könne.

150 Bewerbungen – 10 Nominierte

Die Landeshauptstadt Düsseldorf wurde verteren durch das Start-up A4VR GmbH The Agency for Virtual Reality, das sich auf die virtuelle Medienproduktion spezialisiert hat. Das 2015 gegründete Start-Up zählt heute bereits zu den erfahrensten VR-Produktionsfirmen in Europa und versteht sich selbst als One-Stop VR Agentur und Vorreiter bei der Nutzung von Virtual Reality– und Augmented Reality-Erlebnissen für Unternehmen, Marken und Live-Kommunikation. Weitere Nominierte für den Gründerpreis NRW 2019 waren Bergstation GmbH & Co. KG aus Hilden, FamCare Erziehungshilfe & Reittherapie aus Viersen, INperfektion GmbH aus Wegberg, logarithmo GmbH & Co. KG aus Dortmund, medmehr GmbH aus Dortmund sowie Rimasys aus Köln.

„Die Auswahl fiel uns wirklich schwer. Eigentlich hätten alle zehn nominierten Unternehmen einen Preis verdient“, sagte Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Christine Volkmann. „Die zahlreichen spannenden Bewerbungen zeigen, wie innovativ Nordrhein-Westfalen ist“, ergänzte Wirtschafts- und Digitalminister, Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

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