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Rheinmetall AG bestätigt Interesse an KMW

Die Rheinmetall AG hat am Montagnachmittag in einer kurzen Ad-hoc-Meldung das Interesse an einem möglichen Erwerb einer Beteiligung an KNDS und damit mittelbar an der KNDS-Tochter Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG (KMW) bestätigt. Aktuell gebe es Gespräche über verschiedene Formen der Kooperation. Möglich seien verschiedene Beteiligungen oder ein Joint Venture, so der in Düsseldorf ansässige Rüstungskonzern. Vorerst müssen jedoch geprüft werden, ob eine solche Transaktion rechtlich durchführbar und wirtschaftlich darstellbar sei. Der Vorstand der Rheinmetall AG prüfe aktuell die Möglichkeiten in Abwägung „einer Vielzahl politischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Faktoren“ und werde im Anschluss über das weitere Vorgehen entscheiden, heißt es.

Gewichtige Gründe für einen Einstieg bei KMW

Rheinmetall LogoSollte der Einstieg beim führenden Hersteller gepanzerter Militärfahrzeuge Krauss-Maffei Wegmann (KMW) erfolgreich verlaufen, könnte Rheinmetall ein wirtschaftlich interessanter Coup gelingen. Die Firma ist entscheident in die Entwicklung des neuen Kampfpanzers eingebunden, der künftig den von Rheinmetall gefertigten Vorgänger „Leopard 2“ ersetzen soll. Der neue „europäische Kampfpanzer“ soll vor allem vom deutschen und französischen Militär eingesetzt werden. Experten beziffern den Bedarf an diesem Rüstungsgut laut Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf etwa 5.000 Stück in den nächsten 20 bis 30 Jahren. Das würde einem Auftragsvolumen von rund 75 Milliarden Euro entsprechen.

Börse reagiert positiv auf die Pläne

Bei den Börsianern hellte die Meldung die Stimmung merklich auf auf. Sie quittierten die Rheinmetall-Pläne mit einem Kursanstieg von knapp 5 Prozent auf 83 Euro. Damit führte die Rheinmetall-Aktie den M-Dax klar an. Rheinmetall ist der größte deutsche Rüstungshersteller und beschäftigt aktuell gut 24.000 Mitarbeiter. Zuletzt erzielte der Konzern, der in die Sparten Automotive und Defence aufgeteilt ist, einen Jahresumsatz von rund 6 Milliarden Euro. Für KMW arbeiten an Standorten unter anderem in Deutschland, Großbritannien, der Türkei und den USA etwa 4.000 Mitarbeiter. Im Bereich der militärische Rad- und Kettenfahrzeuge und Pioniergeräte ist das unternehmen Marktführer in Europa.

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