home Wirtschaft BÖAG Börsen AG: Erstes gemeinsames Geschäftsjahr erfolgreich

BÖAG Börsen AG: Erstes gemeinsames Geschäftsjahr erfolgreich

Die deutschen Börsen blicken auf ein turbulentens Jahr 2018 zurück. Ob Brexit, Nordkorea-Krise, die Niedrigzinspolitik der EZB, Italiens Streit mit der EU oder der Protektionismus durch die „America first“ Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Diese und andere Faktoren haben die Märkte in den vergangenen 12 Monaten nachhaltig verunsichert und sind somit ursächlich für ein signifikantes Minus im zweistelligen Prozentbereich an den europäischen Aktienmärkten. Unter diesen Rahmenbedingungen veröffentlichte die BÖAG Börsen AG, der Zusammenschluss der Börsen Düsseldorf, Hamburg wie Hannover, nun ihre Bilanz des zweiten gemeinsamen Geschäftsjahrs. Das Fazit: in dem In diesem herausfordernden Marktumfeld konnten dennoch ein respektable Ergebnis erzielt werden.

Börse Düsseldorf ist Teil der BÖAG Börsen AG

Bereits am 1. Januar 2017 startete die operative Zusammenarbeit zwischen der BÖAG Börsen AG und der Börse Düsseldorf. Ende November 2017 wurde dann der endgültige Zusammenschluss der drei Börsen verkündet. Seither ist die Börse Düsseldorf neben den Börsen in Hamburg und Hannover die dritte Börse in der Trägerschaft der BÖAG Börsen AG. Markt- und Handelsangebote der öffentlich-rechtlichen Börsen blieben unverändert, so dass die drei Handelsplätze seither selbstständig nebeneinander bestehen.

Erstes gemeinsames Geschäftsjahr endet erfolgreich

Das Handelsvolumen der BÖAG Börsen AG lag im Jahr 2018 bei 9,7 Milliarden Euro – 2017 lag man mit 10,2 Milliarden Euro nur knapp darüber. „Berücksichtigt man die turbulenten Marktentwicklungen, so kann man sehr wohl zufrieden sein“, resümierte Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. Neben den drei Handelsplätzen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover wird das Marktplatzspektrum der BÖAG Börsen AG noch durch die Fondsbörse Deutschland sowie die elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix erweitert. Bei den beiden Handelssystemen konnten sowohl die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden. Allein das Quotrix-System, das bereits seit 2001 an der Börse Düsseldorf angesiedelt ist, verzeichnete im vergangenen Jahr ein Umsatzvolumen von 18,3 Milliarden Euro.

Erfolgreiche Forcierung Fonds und ETPs in Düsseldorf

Börse Düsseldorf
Börse Düsseldorf

Für den Geschäftsbereich der Börse Düsseldorf wurde nach dem Courtageverzicht bei Aktien- und Anleihen im Vorjahr die Forcierung auf den Handel mit Fonds und Exchange Traded Products (ETP) beschlossen. Mit einer Verdopplung des Order- und Umsatzwachstums in diesem Segment in 2018 kann diese Maßnahme erfolgreich bilanziert werden. „Bei den ETFs haben wir eine spürbar stärkere Nachfrage verbucht, so dass wir die Auswahl der zur Verfügung stehenden Indexfonds erweitern mussten“, so Thomas Dierkes, der Geschäftsführer der Düsseldorfer Börse. Darüber hinaus konnten verschiedene Gesellschaften für eine Erstnotierung an der Börse Düsseldorf gewonnen werden. Bemerkenswert: Unternehmen aus dem Themenkomplex „Blockchain-Anwendungen“ waren häufiger vertreten, sodass sich ein interessantes Cluster rund um diese neuen Technologien gebildet hat.

Deutsche bei Aktien weiterhin vorsichtig

Trotz der Turbulenzen an den weltweiten Handelsplätzen im vergangenen Jahr, bleiben Aktien eine überaus interessante Anlageform. Laut einer Studie der Börse Stuttgart und des Deutschen Aktieninstituts, die die Haltung der Deutschen zur Aktie untersucht hat, haben viele Anleger jedoch noch immer Vorbehalte. Hauptgründe dafür sind Missverständnisse, ein „schlechtes Bauchgefühl“ und eine gewisse Gleichgültigkeit. Das führt dazu, das die Deutschen nur in vergleichsweise geringem Maße in Aktien investieren. Laut der Studie finden rund 65 Prozent der Nicht-Aktienbesitzer Aktien als Anlageform weiterhin als zu riskant. Nur rund jeder achte hat in den letzten Jahren eine Anlage in Aktien oder Aktienfonds in Betracht gezogen. Dabei finden sich zahlreiche Dienstleister, die bei dieser Anlageform professionelle Unterstützung bieten und die nötigen Instrumente zur Vermögensbildung bedienen.

Wer sich jedoch selbst betätigen will, sollte sich im Vorfeld detailliert mit der Materie befassen. Interessante Insights erhalten Einsteiger zum Beispiel beim Düsseldorfer Börsentag. In Fachvorträgen werden Themen wie Konjunkturlage, Kryptowährungen, Chancen & Risiken oder Handelsstrategien beleuchtet und verständlich erklärt. Wer im Anschluss ein eigenes Depot eröffnen möchte, sollte sich mit den diversen Angeboten der Broker auseinandersetzen. Unter depotvergleich.com findet man beispielsweise interessante Tipps und diverse Erfahrungsberichte zu diesem Thema.

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