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Herausforderungen und Chancen für die Industrie in Düsseldorf

Düsseldorf ist weithin bekannt als Hauptstadt der Mode und Werbung. Jedoch sind auch zahlreiche Unternehmen aus der Industrie in der Landeshauptstadt ansässig. Vielen von Ihnen sind Weltmarktführer und ihre Produkte sind in der ganzen Welt geschätzt. Unternehmen aus der Maschinen- und Anlagentechnik, über die Stahlverarbeitung bis hinzu Chemie und Konsumgüterproduktion sind in Düsseldorf zuhause. Sie alle sind Spezialisten in ihren jeweiligen Marktsegmenten und tagtäglich mit den speziellen Herausforderungen konfrontiert, die das produzierende Gewerbe mit sich bringt.

Industrie in Düsseldorf

Waschmittelproduktion in Düsseldorf
Waschmittelproduktion am Henkel Standort in Düsseldorf, Foto: Henkel

Die in Düsseldorf ansässigen Industrieunternehmen sind im Industriekreis Düsseldorf organisiert. Dieser vertritt 1.500 Betriebsstätten im Stadtgebiet, in denen rund 50.000 Arbeitskräfte beschäftigt werden. Etwa genauso viele Menschen sind bei angeschlossenen Zulieferbetrieben beschäftigt. Damit ist die Landeshauptstadt der zweitwichtigste Industriestandort unter den Großstädten in Nordrhein-Westfalen. Laut dem Industriekreis liegt Düsseldorf beim deutschlandweiten Umsatz-Ranking der Top-500-Unternehmen mit einem Volumen von 360 Milliarden Euro auf ersten Platz.

Die Industrieunternehmen profitieren von zahlreichen Standortvorteilen. Einerseits ist dies die exponierte Lage Düsseldorfs im Herzen Europas und die optimale infrastrukturelle Anbindung über Straße und Schiene, sowie Luft- und Wasserwege. Zum anderen verfügt die Landeshauptstadt über ein breit gefächertes Qualifikationsniveau der Arbeitnehmerschaft, das durch zahlreiche Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen gefördert wird. Die hohe Lebensqualität in der Metropole am Rhein erleichtert zudem die Rekrutierung geeigneten Personals.

Industrie 4.0 und andere Investitionsbereiche

Eine besondere Herausforderung der letzten Jahre ist zweifelsohne die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion, der sogenannten Industrie 4.0. Automatisierte Produktionsabläufe und intelligente und miteinander vernetzte Maschinen sind notwendig, um sich auf dem Weltmarkt behaupten zu können. Unternehmen wie die Henkel, SMS Group oder Vallourec Deutschland investieren hohe Summen um ihre Produktionsprozesse zu optimieren und zukunftsfähig zu gestalten. So hat Henkel beispielsweise für den Geschäftsbereich „Laundry & Home Care“ in Düsseldorf das weltweit größte automatische Hochregallager des Unternehmens errichtet. Auf einer Grundfläche von drei Fußballfeldern finden auf zehn Ebenen mehr als 200.000 Paletten Platz. Die Investitionskosten in den Standort lagen bei 71 Millionen Euro.

Jedoch gibt es auch deutlich kleinere Investitionsbereiche, deren Bedeutung jedoch nicht zu unterschätzen ist. Die Anforderungen reichen von der passenden Arbeitskleidung über branchenspezifische Computersysteme bis hin zu logistischen Spezialentwicklungen. Häufig unterschätzt wird dabei die Bedeutung von speziellen Transportlösungen innerhalb der Betriebsstätten. Diese müssen beispielsweise die Oberflächen, auf denen sich Wagen oder andere Maschinen bewegen sollen, berücksichtigen. Diese Anforderungen erfordern spezielle Radtypen und geeignete Gehäuse, um restriktive Hygienebedingungen einzuhalten oder gegenüber mehr oder weniger aggressiven Chemikalien in industriellen Umgebungen zu bestehen. Der Markt bietet abriebfeste und schmutzabweisende Räder, die für unterschiedliche Belastungen unter verschiedenen Einsatzbedingungen ausgelegt sind und gleichzeitig die Böden schützen, auf denen die Wagen eingesetzt werden.

Masterplan Industrie seit 2011

Bereits seit 2011 engagieren sich die Stadtspitze und Industriebetriebe gemeinsam im „Masterplan Industrie“ für eine dauerhafte Stärkung des Standorts Düsseldorf. Gemeinsam werden so neue Wege der Kooperation gefunden, um die Industrie in Düsseldorf zu festigen, zu entwickeln und zukunftsfähig zu machen. In unterschiedlichen Themenbereichen, darunter Energie, Infrastruktur, Clusterpolitik und Arbeitsmarkt, wurden Grundvereinbarungen getroffen und gemeinsame Aufgabenbereiche erarbeitet. Auf dieser Basis planen Stadt, Industrie- und Handelskammer, Verbände und Industrieunternehmen Projekte und setzen diese gemeinsam um.

 

 

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