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Brexit: Düsseldorf für britische Unternehmen immer interessanter

Der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, kurz Brexit, der am 23. Juni 2016 durch ein Referendum beschlossen wurde und am 29. März 2019 um 23 Uhr britischer Zeit rechtskräftig wird, wirft unweigerlich seine Schatten voraus. Doch während allerorten über die Folgen eines drohenden „harten Brexit“ diskutiert wird, ziehen viele Unternehmen von der Insel ihre eigenen Schlüsse und ziehen einen Umzug auf das europäische Festland in Betracht. Von dieser Entwicklung profitiert auch der Wirtschaftsstandort Düsseldorf in besonderem Maße.

14 neue Firmen durch Brexit

Brexit
Düsseldorf profitiert von der Brexit-Entscheidung: immer mehr Unternehmen aus UK ziehen an den Rhein, Foto: Alexas_Fotos / pixabay / CC0 Creative Commons

Wie die Rheinische Post berichtet, haben sich seit Beginn der Brexit-Verhandlungen insgesamt 14 Firmen aus dem Vereinigten Königreich neu in Düsseldorf angesiedelt. Zwar betont die städtische Wirtschaftsförderung, dass die Gründe nicht zwangsläufig auf den Brexit zurückzuführen seien, jedoch sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Waren es im Jahr 2016 gerade einmal zwei Firmen aus UK, die sich neu in der Landeshauptstadt niederließen, waren es 2017 bereits sieben. Im laufenden Jahre seien bislang vier Firmen bekannt, die ihren Standort an den Rhein verlegen.

NRW-Landeshauptstadt zählt zu den Profiteuren des Brexits

Unter den genannten Firmen befindet sich zwei Werbeagenturen mit je 10 Mitarbeitern, darunter die britische Engine Group, die als Grund für den Umzug unumwunden den Brexit kommunizierte. Weitere sieben Unternehmen mit insgesamt rund 100 Mitarbeitern sind dem Sektor „unternehmensnahe Dienstleistungen“ zuzuordnen. Des Weiteren sind zwei Vertriebsfirmen mit insgesamt zehn Mitarbeitern sowie ein Automobilzulieferer und ein Fintech Unternehmen zu nennen. Zudem stehen laut Wirtschaftsförderung die Chancen gut, dass auch ein namhaftes Industrieunternehmen mit digitalisierter Produktion und einer Belegschaft von bis zu 100 Beschäftigten den Weg an den Rhein findet. Auch ein britisches Beratungsunternehmen mit fast 50 Beschäftigten plant einen neuen Standort in Düsseldorf.

Insgesamt sind damit nun rund 400 Firmen aus Großbritannien in Düsseldorf ansässig. Sie stellen damit hinter den Niederlanden die zweitgrößte Gruppe unter den im Handelsregister eingetragenen ausländischen Unternehmen dar. Hinzu kommen laut IHK noch 85 Kleingewerbetreibende mit britischer Nationalität. Die beiden bedeutensten britischen Unternehmen in der Landeshauptstadt sind der Mobilfunkanbieter Vodafone und die Geschäftsbank HSBC Trinkaus & Burkhardt mit jeweils mehreren tausend Mitarbeitern.

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