home Telekommunikation, Wirtschaft Vantage Towers: Vodafone-Tochter mit solidem Börsenstart

Vantage Towers: Vodafone-Tochter mit solidem Börsenstart

Mitte März 2021 brachte der Vodafone-Konzern sein Tochterunternehmen Vantage Towers an die Börse und sorgte damit gleich für den bislang größten Börsengang des Jahres in Deutschland. Die Vantage Towers AG betreut innerhalb des Telekommunikationsriesen mit Sitz in Düsseldorf das Geschäft mit Funkmasten. Mit rund 82.000 Standorten in Deutschland und neun weiteren Ländern, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben führend in Europa und möchte weiter wachsen. Dem Mutterkonzern spült der Gang an die Börse wichtiges Kapital in die Kassen.

Vantage Towers mit soldiem Börsenstart

Vantage Towers
Die Vodafone-Tochter legte einen soliden Börsenstart hin

Das Debüt an der Frankfurter Börse verlief insgesamt eher verhalten. Zum Start rangierte der Aktienkurs bei 24,80 Euro und damit nur geringfügig über dem Ausgabepreise von 24 Euro. Im Verlauf des ersten Börsentages sackte das Papier kurzzeitig ab, stabiliserte sich jedoch schnell wieder. Inzwischen liegt der Wert bei soliden 24,13, Euro. Damit verzeichnet Vantage Towers eine Marktkapitalisierung von mehr als 12 Milliarden Euro. Das verspricht dem Unternehmen mittelfristig den Aufstieg in den MDAX, in dem unter anderem auch Größen wie Airbus, Evonik, die GEA Group, die Gerresheimer AG, Qiagen, Rheinmetall oder Puma vertreten sind.

Vodafone nimmt 2,3 Milliarden Euro ein

Durch den Börsengang nahm der Vodafone-Konzern, der weiterhin knapp 80 Prozent der Anteile an Vantage Towers hält, etwa 2,3 Milliarden Euro ein. Die größten Aktionäre sind der Infrastrukturinvestor Digital Colony sowie die Beteiligungsfirma RRJ aus Singapur. Das frische Kapital soll nach Konzernangaben vor allem zur Schuldentilgung eingesetzt werden. Zum Ende des letzten Geschäftsjahres lag die Nettoverschuldung von Vodafone 42,2 Milliarden Euro.

Rosige Aussichten

Experten sehen für das Geschäftsfeld von Vantage Towers, das vor allem aus der Errichtung und dem Betrieb von Mobilfunkmasten und damit verbundene Dienstleistungen besteht, in den nächsten Jahren gute Aussichten. Aufgrund des Ausbaus des neuen 5G-Netzes, der beschleunigten Digitalisierung und eines stetig wachsenden Datenvolumens, werden die Dienste von Funkturminfrastrukturunternehmen immer wichtiger. Die Anlagen, die entweder auf eigenen Funkmasten oder auf bestehenden Immobilien platziert sind, können zudem an andere Netzbetreiber untervermietet werden. Das verspricht dauerhaft solide Umsätze. Zudem kündigte Vantage Towers bereits Expandionsplanungen an. Nach Unternehmensangaben stehen rund eine Milliarde Euro für Zukäufe zur Verfügung. Zudem ist in den nächsten fünf Jahren die Errichtung von 7.000 weiteren Funktürmen geplant.

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