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Arag weiterhin auf Erfolgskurs

Der Düsseldorfer Versicherungskonzern ARAG befindet sich auch nach dem Ausscheiden von Eigentümer und Vorstandsvorsitzendem Paul Otto Faßbender weiterhin auf Erfolgskurs. Wie der neue Vorstandssprecher Renko Dirksen auf der diesmal ausschließlich digital  abgehaltenen Jahrespressekonferenz bekannt gab, komme man deutlich besser durch die Corona-Krise als erwartet. So konnte das größte deutsche Versicherungsunternehmen in Familienbesitz ein Plus von voraussichtlich 4,3 Prozent verzeichnen. Die Beitragseinnahmen wuchsen auf 1,83 Milliarden Euro. Über 90.000 Neukunden konnte die Arag für sich gewinnen. Wachstumstreiber war vor allem der heimische Markt, in dem die Prämieneinnahmen um 5,3 Prozent wuchsen, so Dirksen. Aber auch international lief es hervorragend. Hier lag die Steigerungsrate bei knapp 10 Prozent.

Arag erfüllt Wachstumsziele

Arag Tower
Der Arag Tower in Düsseldorf, Foto: Arag

Mit diesen Zahlen wären die vor Beginn der Krise gesteckten Wachstumsziele erfüllt.Beachtlich wenn man bedenkt, das Dirksen noch in dern Bilanzpressekonferenz im Mai gesagt hatte, dass das ursprüngliche Beitragsziel aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Krise nicht zu erreichen seien. Die Arag werde Beiträge verlieren und ein deutlich schlechteres Ergebnis sehen, hieß es damals.

Trotz der positiven Wende sank jedoch das Kapitalanlageergebnis um 100 Millionen Euro, so dass letztlich ein Vorsteuergewinn von 50 bis 60 Millionen Euro zu erwarten ist. Dieser hätte sich damit gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Im Jahr 2019 hatte der Konzern jedoch noch von Zuschreibungen profitiert.

Starkes Wachstum auch im Rechtsschutzgeschäft

Generell habe man aufgrund der Corona-Pandemie einen starken Anstieg bei den Rechtsschutzgeschäft festgestellt. Rund 15.000 Schadenmeldungen habe es gegeben, deren geschätzter Mehraufwand mit rund 6,2 Milliarden Euro beziffert wird. Insgesamt belaufe sich das Wachstum im Bereich Rechtsschutz auf 8 Prozent im Vergleich zum Vojahr. Das Geschäftsfeld Rechtsschutzversicherung ist seit jeher das Kerngebiet des Arag Konzerns, der mit seinen Produkten in diesem Bereich bereits seit mehr als 85 Jahren auf dem deutschen Markt präsent ist.

Auch der Bereich Krankenversicherung konnte ein beachtliches Wachstum vorweisen. Hier wuchs das Geschäft um 7,3 Prozent auf 422 Mio. Euro. Lediglich der Bereich Komposit sank im Vergleich zum Vorjahr um 23 Millionen Euro auf 262 Miollionen Euro. Damit könne man jedoch leben, so Dirksen

Ambitionierte Ziele

Die positive Geschäftsentwicklung lässt den neuen Arag-Chef ambitionierte Ziele formulieren. Bis zum Jahr 2022 wolle man bei den will die Arag bei den Beitragseinnahmen die magische Grenze von 2 Milliarden Euro durchbrechen.

Generell wünsche man sich jedoch eine stärkere Liberalisierung von Rechtsdienstleistungen, so Dirksen. Die Kunden forderten verstärkt einfache und kostengünstige Lösungen in diesem Bereich. Daher befürworte der Konzern den “Entwurf zur Förderung verbrauchergerechter Angebote im Rechtsdienstleistungsmarkt”. Das daraus resultierende Gesetz soll einen Regelungsrahmen für rechtliche Dienstleistungen zu schaffen, der Versicherern beispielsweise die außergerichtliche Rechtsberatung ermöglichen würde. Die Arag setzt dabei vor allem auf Digitale Dienste.

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