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Douglas legt beim Umsatz zu und hat dennoch mit Verlusten kämpfen

Die Parfümeriekette Douglas hat weiterhin mit Verlusten zu kämpfen. Zwar stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 um stattliche 17 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, dieses Wachstum geht jedoch maßgeblich auf getätigte Zukäufe zurück. Nimmt man diesen Anteil aus der Umsatzberechnung heraus, stagniert er bei 2,8 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Umsatz des nach eigenen Worten „führende Premium-Beauty-Händler in Europa“ noch ein Plus von gut drei Prozent verzeichnen können.

Stationäres Geschäft in Deutschland rückläufig

Logo Douglas
Das neue Logo ist Teil der grundlegend überarbeiteten Markenstrategie von Douglas

Verluste fuhr vor allem das stationäre Geschäft in Deutschland ein. Der Marktanteil konnte hierzulande jedoch behauptet werden. Insgesamt sei man jedoch „nach einer längeren Schwächephase“ im vierten Quartal 2018 zu einem positivem Wachstum zurückgekehrt, heißt es in einer Pressemitteilung des in Düsseldorf ansässigen Unternehmens. Außerhalb Deutschlands konnte Douglas hingegen beim Umsatz als auch beim Ergebnis zulegen. So stieg das bereinigte operative Ergebnis auf 376 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch musste unter dem Strich ein deutlich gestiegener Verlust von 290 Millionen Euro vermeldet werden. Im Vorjahr lag das Minus bei 162 Millionen Euro.

Starkes Wachstum im E-Commerce-Bereich

Positiv entwickelte sich das E-Commerce-Geschäft. So konnte der Umsatz im digitalen Handel um 11 Prozent auf 423 Millionen Euro zulegen. Mit diesen Werten ist Douglas europaweit der größte Online-Anbieter in diesem Segment. Das zweistellige Wachstum wird vor allem auf die konsequente Weiterentwicklung des Online-Shops sowie den Launch einer neuen App zurückgeführt. Zudem habe man neue Standards bei Technologie und Anwenderorientierung gesetzt, die sich nun positiv auswirken. Gemeint ist unter anderem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), durch beispielsweise Preise in Echtzeit angepasst werden können.

Investitionen ins klassische Filialgeschäft

„Das vergangene Jahr war ein Jahr des Umbaus„, bilanzierte Douglas-Chefin Tina Müller bei der Bekanntgabe der Zahlen. Im Jahr 2019 will Douglas auch im klassischen Filialgeschäft wieder positive Entwicklungen vermelden. Dafür wurde umfangreich investiert. Mehr als 50 Filialen wurden modernisiert, um sie mit „neuem Design, neuen Formaten, exklusiven Events und einem klaren Fokus auf Beratung und Services zu einem Ort des Erlebens und der Beratung zu machen“. Zudem sollen innovative Premiumangebote etabliert und das Produktsortiment weiter optimiert werden. Allein im Jahr 2018 hatte Douglas über 150 neue Marken ins Sortiment aufgenommen.

Zahlreiche Zukäufe stützen den Umsatz von Douglas

Douglas gehört dem Finanzinvestor CVC und unterhält aktuell rund 2.400 Stores in 21 europäischen Ländern, zudem den umsatzsstarken Online-Shop. Rund 20.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für das Unternehmen, das mehr als 38.000 Produkte aus den Bereichen Parfümerie, dekorative Kosmetik und Hautpflege vertreibt. Zuletzt hatte Douglas vor allem durch verschiedene Zukäufe Schlagzeilen gemacht, darunter die Kosmetik- und Parfümketten „Limoni“ und „La Gardenia“ in Italien mit rund 500 Geschäften oder der Online-Händler „Parfumdreams“ in Deutschland.

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