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Karstadt-Filiale an der Schadowstraße ist gerettet

Nach langwierigen Verhandlungen konnte am 24. September endlich der Erfolg verkündet werden: die Karstadt-Filiale an der Schadowstraße ist gerettet. Das gaben die Führungen von Galeria Karstadt Kaufhof und der Berliner Ärzteversorgung als Eigentümer der Immobilie bekannt. Zuletzt hatte die Stadtspitze der Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit allen Beteiligten intensiv nach einer tragbaren Lösung gesucht. Dafür war letztlich eine Anpassung der Miete für das Karstadt-Warenhaus notwendig, zu der die Berliner Ärzteversorgung letztlich bereit war.

Karstadt-Filiale Düsseldorf
Die Karstadt-Filiale an der Schadowstraße ist gerettet, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf / Michael Gstettenbauer

Karstadt-Filiale bleibt erhalten

Nach ursprünglichen Planungen von Galeria Karstadt Kaufhof, hätte das Warenhaus zum 31. Oktober geschlossen werden sollen. Seither bangten rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um ihren Job. Die Stadtspitze setzte sich daraufhin unter der Führung von Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel für einen Erhalt von Karstadt ein. Dabei betonte Geisel immer wieder die Bedeutung der Filiale zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Einzelhandels am den Standort Schadowstraße / Wehrhahn.

„Dies ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten, aber auch für die vielen Kundinnen und Kunden und Düsseldorf als Einkaufsstadt insgesamt. Die Eigentümer haben sich angesicht der durch Covid 19 ausgelösten schwierigen Rahmenbedingungen auf ein neues Mietpaket einigen können, dieses ermöglicht ein weiteres Betreiben des Karstadt Warenhauses an der Schadowstraße.“ sagte Oberbürgermeister Geisel. Miguel Müllenbach, CEO von Galeria Karstadt Kaufhof ergänzte: „Wir konnten wesentliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für unsere Filiale anpassen und freuen uns sehr, das Haus weiter führen zu können. Der Erhalt der Filiale ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung.“

Kaufhof und Karstadt Sport schließen trotzdem

Die Planungen zur Schließung des direkt gegenüberliegenden Kaufhofs bleiben hingegen bestehen. Somit verlieren dort rund 150 Angestellte zum 31. Oktober ihren Job. Auch die Karstadt Sport Filiale an der Tonhallenstraße wird geschlossen. Die Stadt hat den betroffenen Mitarbeitern in den letzten Wochen Jobangebote in der Verwaltung gemacht. Ihnen stehen freie Stellen etwa bei der Verkehrsüberwachung, im Bürgerbüro oder der Corona-Hotline zur Verfügung. Etwa 20 Personen könnten so einen neuen Arbeitsplatz finden. Der Betriebsrat bemüht sich zudem darum, weitere Mitarbeiter in den Filialen umliegender Städte unterzubringen.

Was wird aus dem Kaufhof-Gebäude am Wehrhahn

Nach der Karstadt-Rettung ist somit klar, dass die 1954 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Immobilie, in der das Warenhaus beheimatet ist, bestehen bleibt. Das Gebäude bietet auf fünf Ebenen insgesamt 33.600 Quadratmetern Einzelhandelsfläche. Wie es jedoch mit dem Kaufhof-Gebäude am Wehrhahn nach der Schließung weitergeht, ist weiterhin unklar. Rene Benko, Chef von Signa, dem Eigentümer der Warenhaus-Immobilie, hatte bereits kurz nach Verkündung der Schließungspläne von einem ambitionierten Hochhausprojekt am Standort gesprochen, der jedoch kontrovers diskutiert wurde. Auch der Neubau der Düsseldorfer Oper auf dem Galeria-Kaufhof-Gelände wurde vorgeschlagen, scheint inzwischen jedoch ausgeschlosen. Die Stadtspitze erhofft sich in jedem Fall einen relevanten Frequenzbringer durch ein städtebaulich herausragendes Projekte an der vielfrequentierten Einkaufsstraße. Damit soll die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt weiter vorangetrieben werden.

Zwischennutzung des Kaufhofgebäudes vorgesehen

Bis es zu einer Entscheidung kommt, soll das Gebäude der Stadt für eine Zwischennutzung überlassen werden. In den nächsten drei Jahren sind hier beispielsweise Pop-Up-Stores, Co-Working-Spaces oder kulturelle Aktivitäten möglich. Düsseldorf hat mit Zwischennutzungsprojekten dieser Art in den letzten Jahren bereits gute Erfahrungen gemacht. So zum Beispiel mit dem Boui Boui Bilk in den Hallen der ehemaligen Schraubenfabrik Max Mothes an der Suitbertusstraße, oder dem „Postpost Grand Central“ im ehemaligen Postverteilzentrum am Düsseldorfer Hauptbahnhof.

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