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Metro Aufspaltung – Handelskonzern plant Trennung

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro plant nach eigenen Angaben die Aufspaltung in zwei unabhängigen, börsennotierten Geschäftseinheiten. Das gab der MDax-Konzern heute im Melina-Hotel in Düsseldorf bekannt. Demnach sollen das Großhandelsgeschäft „Metro Cash & Carry“ und die schwächelnde Lebensmitteltochter Real in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden. Die übrigen Metro AG bestünde dann maßgeblich aus Europas größter Elektronikkette Media-Saturn. Der Vorstand sei bereits mit der Schaffung der beiden neuen Geschäftseinheiten befasst, heißt es. Die Aufspaltung soll bis Mitte 2017 umgesetzt werden.

Metro Aufspaltung in Lebensmittel und Elektroniksparte

Metro Aufspaltung
Die Metro Group bereitet die Aufteilung des Konzerns in zwei unabhängige Handelsgruppen vor, Bild: Metro

Die Leitung der Lebensmittelsparte, auf die rund zwei Drittel des Metro-Umsatzes und drei Viertel des operativen Ergebnisses entfallen, wird der bisherige Konzernchef Olaf Koch übernehmen. Media-Saturn-Chef Pieter Haas soll auch zukünftig die Geschicke der Elektroniksparte lenken. Die Unternehmenszentralen beider Geschäftseinheiten werden in Düsseldorf angesiedelt sein, wobei das operative Geschäft von Media-Saturn wie bisher aus Ingolstadt gelenkt werde.

Es entstehen zwei neue Schwergewichte

Durch die Aufspaltung werden laut Koch zwei leistungsstarke, unabhängige und börsennotierte Handelsgruppen entstehen, die in ihren Segmenten führend seien. Dadurch könne die Unternehmensstruktur deutlich stärker fokussiert werden, was sich positiv auf beide Geschäftsfelder und mögliche Akquisitionen auswirken werde. Es sei der nächste logische Schritt in der Transformation des Unternehmens für mehr Wachstum, Kundenorientierung und unternehmerisches Handeln. Doch auch für die Beschäftigten soll die Neuordnung der Geschäfte positive Effekte haben. Man gehe davon aus die Wachstumsdynamik erhöhen zu können, was mittelfristig zu mehr Beschäftigung führen soll, so Koch. Derzeit beschäftigt die Metro Group über 230.000 Mitarbeiter in 30 Ländern.

Metro Aktie legte deutlich zu

An der Börse sorgte die Meldung für einen Kurssprung: Die Aktien stieg um über 10 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 27,09 Euro. Damit lag sie an der Spitze des Nebenwerteindex MDax. Investoren erhoffen sich, dass sich die Wertentwicklung der einzelnen Unternehmensteile positiv entwickelt, so dass sie letztlich mehr wert seien, als im ursprünglichen Unternehmensverbund.

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