home Headline, Wirtschaft Schließung abgewendet: Karstadt Filiale an Schadowstraße vorerst gerettet

Schließung abgewendet: Karstadt Filiale an Schadowstraße vorerst gerettet

Überraschende Wende für die Düsseldorfer Karstadt-Filiale auf der Schadowstraße: die im März beschlossene Schließung des Kaufhauses konnte nun doch abgewendet werden. Möglich macht das eine Einigung mit dem Immobilienverwalter Quantum, die für die kommenden acht Jahre bis 2032 gilt. Zudem sicherte Galeria Investitionen in Millionenhöhe für das Haus in Düsseldorf zu, dass sich verändern müsse um profitabel betrieben werden zu können. Die Rede ist von „gesundschrumpfen“ und einer Neubelegung von Flächen durch Untermieter.

Bisland steht in der Karstadt Filiale auf Schadowstraße eine Verkaufsfläche von rund 20.000 Quadratmetern verteilt auf vier Etagen zur Verfügung. Bis zu 5.000 Quadratmeter könnten an „strategische Partner“ für ergänzende Shop-in-Shop-Lösungen abgetreten werden, so Vertriebsleiter Tilo Hellenbock gegenüber der Rheinischen Post.

Karstadt Filiale: 90 Beschäftigte behalten ihre Jobs

Karstadt an der Schadowstraße, Düsseldorf
Die Karstadt-Filiale an der Schadowstraße in Düsseldorf ist gerettet, Foto: Kürschner / Wikipedia

Durch die Rettung von Karstadt auf der beliebten Einkaufsstraße behalten 90 Beschäftigte ihre Arbeit. Ihnen und den Kunden wurde die frohe Botschaft per Durchsage mitgeteilt. Die Folge war großer Jubel, in die auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller einstimmte. Er hatte sich in den zurückliegenden Monaten gemeinsam mit Gewerkschaften für den Erhalt des Kaufhauses eingesetzt und aktiv in die Verhandlungen zwischen Galeria und Quantum eingeschaltet.

Modernisierungen und neue Flächenkonzepte geplant

Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern kündigte umfassende Modernisierungen für das zentral gelegene Haus in der Düsseldorfer Innenstadt an. Zudem soll das Produktangebot optimiert werden. Unter anderem ist geplant, das Sortiment besser auf den Bedarf spezieller Zielgruppen auszurichten. So etwa auf Kunden aus den Niederlanden, die vor allem an den Wochenenden die Landeshaupstadt von Nordrhein-Westfalen besuchen und Karstadt einen Besuch abstatten.

19 Warenhäuser wurden im Juni geschlossen

Derweil setzt Galeria Karstadt Kaufhof die Sanierungsbemühungen fort, die im Zuge des inzwischen abgeschlossenen Insolvenzverfahrens beschlossen wurden. Alleine im Juni schloss der Warenhauskonzern 19 Warenhäuser. Insgesamt sollen laut Sanierungsplan rund 30 Prozent der 129 Filialen aufgegeben werden. Bis Januar 2024 werden demnach weitere 22 Filialen geschlossen, so das Unternehmen.

Zuletzt wurden jedoch einige Häuser von der Streichliste genommen. Neben der Düsseldorfer Filiale ist beispielsweise auch der Standort Essen nicht mehr von den Schließungsplänen betroffen. Das Einkaufszentrum am Limbecker Platz sollte ebenfalls im Januar 2024 geschlossen werden. Diese Pläne seien jedoch vom Tisch, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber der „WAZ“ bestätigte. Gleiches gilt etwa für die Filiale im baden-württembergischen Leonberg.

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