home Start-ups, Wirtschaft Diese Düsseldorfer Start-ups waren 2020 besonders erfolgreich

Diese Düsseldorfer Start-ups waren 2020 besonders erfolgreich

In Düsseldorf hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Start-up-Szene entwickelt. Einer der Gründe ist der attraktive Standort im Zentrum der prosperierenden Metropolregion Rhein-Ruhr. Die Landeshauptstadt grenzt direkt an das Ballungszentrum Ruhrgebiet und ist als Teil der Rheinschiene mit südlichen Großstädten wie Köln und Bonn verbunden. Die Neuss-Düsseldorfer Häfen ermöglichen einen fleixblen Warenzugang über den Rhein und die Anbindung an das dichte Schienen- und Autobahnnetz ist optimal. Über den Düsseldorfer Flughafen sind zudem zahllose internationale Ziele erreichbar. Als Talentpool fungieren 22 Hochschulen und Akademien in der Stadt. Zu diesen gesellen sich zahlreiche weitere private und öffentliche Hochschulen aus dem Umland, so dass Düsseldorf über herausragenden Personalressourcen verfügt.

Herausragende Persepktiven für Düsseldorfer Start-ups

Eine spezielle Startup-Unit bei der Wirtschaftsförderung kümmert sich zudem aktiv um die Ansiedlung von Start-Ups. Die Mitarbeiter begleiten den Gründungsprozess und unterstützen bei Fragen zur Finanzierung oder den Zugang zu Fördermitteln. Mit der Düsseldorfer Start-up-Woche wurde 2016 ein spezialisiertes Event für Gründer ins Leben gerufen, das auf spezialisierten Veranstaltungen Fachwissen vermittelt und die etablierte Wirtschaft mit Startups zusammenbringt. Während die Teilnahme an der Start-up-Woche sich vor allem für Gründer empfiehlt, die bereits ihr Unternehmen an den Start gebracht haben, benötigen alle, die sich zunächst einmal an das Thema herantasten wollen, tatkräftige und kompetente Unterstützung. Das Startup-City Düsseldorf-Netzwerk dient über das ganze Jahr hinweg als zentraler Anlaufpunkt und Wegweiser für die Startup-Community in der Stadt. So erhalten junge Unternehmer schnell Zugang zu anderen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Auch Institutionen wie der Startplatz Düsseldorf und die zahlreichen Co-Working-Spaces in der Stadt fungieren als Inkubatoren für Düsseldorfer Start-ups

Inzwischen sind mehr als 400 Startups in Düsseldorf beheimatet – Tendenz steigend. Einige davon sind den Startup-Schuhen längst entwachsen und haben sich am Markt erfolgreich etabliert:

  • Trivago – die weltweit größte Hotel-Metasuche ging 2005 in Düsseldorf an den Start. Die Gründer haben mittlerweile 60 Prozent des Unternehmens an Expedia verkauft.
  • Auxmoney – das erfolgreiche Fintech stammt ebenfalls aus Düsseldorf und ist inzwischen der größte Kreditmarktplatz in der Eurozone.
  • Just Spices – seit 2014 herrscht keine Eintönigkeit mehr im Gewürzregel. Das Düsseldorfer Start-up Just Spices haben ihren innovativen Gewürzmischungen Erfolgsgeschichte geschrieben.
  • Springlane – die führende Plattform rund ums Kochen liefert seit 2012 Informationen und Innovationen an Feinschmecker.

Fünf Start-ups, die 2020 in Düsseldorf (weiter) Erfolgsgeschichte schrieben

Wir möchten an dieser Stelle fünf Düsseldorfer Start-ups hervorheben, die im vergangenen Jahr besonders für Furore sorgten.

1. Boxine / Tonie Box

Toniebox Erfinder
Die Erfinder der Toniebox, Patric Faßbender und Marcus Stahl, Foto: Boxine

Tonie Box ist eines der erfolgreichsten Start-ups in Düsseldorf und ein Ende des Aufstiegs ist nicht absehbar. Während die Elterngeneration einst noch zum Kassettenrekorder griff, um Benjamin Blümchen anzuhören, steht heute die Tonie Box in nahezu allen Kinderzimmern. Den Gründern Marcus Stahl und Patric Faßbender ist es gelungen, ein speziell auf Kinder abgestimmtes Audiosystem zu entwickeln. Sobald eine der kleinen Figuren auf die Box gesetzt wird, erklingen Kinderlieder oder Hörspiele – das Prinzip ist kinderleicht und begeisterte auf Anhieb die nationale wie internationale Spielwarenbranche. Streckenweise waren die bunten Boxen ausverkauft. Das hinter der Tonie Box stehende Unternehmen Boxine verzeichnete 2019 einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. 2020 geht es weiter steil aufwärts.

2. Metalshub

Metalshub ist ein B2B-Marktplatz für Metalle und Ferrolegierungen. Die beiden Gründer Sebastian Kreft und Frank Jeckel glauben an die Digitalisierung des Rohstoffhandels auf spezialisierten Plattformen. Mit dieser Idee konnten Sie verschiedene Investoren überzeugen. So investierten etwa Point Nine Capital aus Berlin, Chromo Invest Brasilien oder die Gründer von Flixbus in das Düsseldorfer Start-up. 2018 machte das junge Unternehmen bereits 20 Millionen Euro Umsatz, 2019 konnten die Düsseldorfer die Zahlen auf 100 Millionen verfünffachen. Damit ist Metalshub inzwischen die führende Metallhandels- und Preisdatenplattform.

3. Intueat

Es müssen nicht immer große Investitionen sein, die einem Start-up den Erfolg bringen. Häufig reicht es aus, die eigenen Wünsche und Ideen in die Tat umzusetzen. Mareike Awe fühlte sich lange unwohl in ihrer Haut und hatte Probleme, zu einem gesunden Essverhalten zu finden. Während Ihre Studiums entwickelte zusammen mit ihrem Freund Marc Reinbach daher Intueat. Durch das spezielle Programm für intuitives Essen gelang es ihr, ohne Diät zehn Kilogramm abzunehmen. 2015 ging Intueat an den Start, um Menschen aus der Diätfalle zu befreien. Tausende von Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben bereits die Online-Coachings der heute promovierten Medizinerin gebucht und damit ihr Wunschgewicht erreicht. Durch gezielte Übungen und mentales Training lernen Körper und Geist während des Programms, auf die natürlichen Hunger- und Sättigungssignale zu hören.

4. Emmie Gray

Emmie Gray aus Düsseldorf ist seit 2016 am Start und mittlerweile Deutschlands führende Anbieterin von Roseboxes. Der CEO Paolo Olivia betont, dass sein Unternehmen von Beginn an schwarze Zahlen geschrieben hat. Emmie Gray ist spezialisiert auf sogenannte Infinity-Rosen. Die Blumen werden konserviert und sind dadurch bis zu drei Jahre haltbar. Das kommt bei der weiblichen Zielgruppe an, wobei die Käufer meistens männlich sind und die Boxen als Präsent an ihre Herzensdamen verschenken. Emmie Gray verzeichnet ein organisches Wachstum und kann mit dem innovativen Produkt hohe Margen absetzen. Kostenlose Influencer-Werbung auf Instagram begünstigte den kometenhaften Aufstieg. Dress-for-less-Gründer Holger Hengstler ist mit 250.000 Euro an Emmie Gray beteiligt. Den größten Coup landete das Start-up durch die Kooperation mit Porsche. Jeder Neuwagenkäufer erhält seither zu seinem Wagen einen Strauß Infinity-Rosen.

5. Kesselheld

Technologische und digitale Innovationen schreiben bei vielen Start-ups die Erfolgsgeschichte. Doch auch im Internetzeitalter hat traditionelles Handwerk goldenen Boden, wie das Beispiel von Kesselheld aus Düsseldorf-Flingern zeigt. Sascha Camilli und Martin Teichmann haben den Service 2015 als Onlineplattform gegründet. Kesselheld ist agiert heute als innvoative Heizungsfirma mit 150 Mitarbeitern, darunter 80 Handwerker. Das Geschäftskonzept so einfach wie genial: Immobilienbesitzer schicken digital Bilder ihrer in die Jahre gekommenen Heizungsanlage an Kesselheld. Das Unternehmen erstellt daraufhin zwei Angebote für den Einbau einer neuen Heizung mit Festpreis-Garantie. Das spart Zeit und Kosten. Entscheidet sich der Kunde für eine der beiden Offerten, rückt das Installateur-Team aus. Nicht mehr nur in Düsseldorf, sondern mittlerweile auch bundesweit.

Trotz Corona: noch mehr neue Ideen für die Zukunft

Die Liste der erfolgreichsten Düsseldorfer Start-ups 2020 könnte beliebig ergänzt werden. Zum Beispiel um den Online-Schrottplatz Remetal. Oder Paudar, ein Start-up, dass pflanzliches Bratfett in Pulverform anbietet. Oder der Pflegedienst Herzsache, der unter anderem eine App für den mobilen Wäschedienst ins Leben gerufen hat. Selbst Corona kann den Enthusiasmus der jungen Gründer offenbar nicht bremsen. In Nordrhein-Westfalen hat es im ersten Halbjahr 2020 17 % mehr Start-up-Gründungen gegeben als im Vorjahreszeitraum. Das bedeutet, die Chancen stehen weiterhin gut, in Düsseldorf mit einer Geschäftsidee an der Schnittstelle von Old und New Economy durchzustarten.

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