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Stahlrohr-Produzent Vallourec streicht 600 Stellen

Der Stahlrohr-Produzent Vallourec hat ein umfangreiches Sparprogramm bekanntgegeben im Zuge dessen bis 2017 rund 2.000 Stellen abgebaut werden sollen. Rund 600 davon entfallen auch auf die deutschen Standorte in Nordrhein-Westfalen. Somit sind auch die Werke in den Düsseldorfer Stadtteilen Rath und Reisholz betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen können laut Vallourec derzeit aber ausgeschlossen werden.

Logo VallourecEtwa 30 Prozent der Stellen will man durch eine Reduzierung der Zeitarbeiter abbauen. Weitere Einsparungen sollen durch Maßnahmen wie Altersteilzeit, Rente mit 63 und den Verzicht auf die Wiederbesetzung freiwerdender Stellen erzielen. Auch Kurzarbeit könnte angestrebt werden. In welchem Umfang welche Stellen pro Werk wegfallen, wurde noch nicht bekannt. Das Unternehmen wird zeitnah Gespräche mit den Betriebsräten aufnehmen.

Gründe für die schwierige Geschäftslage

Als Grund für das Sparprogramm nannte Vallourec die schwierige Geschäftslage auf dem Gas- und Erdölmarkt sowie Überkapazitäten auf dem weltweiten Stahlmarkt. Diese führten im ersten Quartal des laufenden Jahres zu einem Verlust von 72 Millionen Euro, der Umsatz brach im Vergleich zum selben Zeitraum 2014 um gut 17 Prozent auf rund eine Milliarde Euro ein. Somit sei eine Reduzierung der Kosten um mindestens zehn Prozent zwingend notwendig. Vallourec beschäftigt weltweit mehr als 23.000 Mitarbeiter. Der Hersteller von nahtlosen Stahlrohren und spezifischen Rohranwendungen beliefert vor allem Kunden aus der Energiebranche.

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