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Wohnungssuche erfolgreich gestalten

Die Suche nach der richtigen Mietwohnung gestaltet sich in einer prosperierenden Großstadt wie Düsseldorf schon länger schwierig – vor allem im Bereich der bezahlbaren, günstigeren Wohnungen. In Zeiten steigender Inflation und hoher Heiz- oder Stromkosten sind solche Mietangebote noch gefragter als in den letzten Jahren und für eine Wohnung finden sich schnell Dutzende Interessenten zur Besichtigung ein. Wir geben Tipps, wie man seine Chancen auf dem harten Wohnungsmarkt verbessern kann.

Harter Konkurrenzkampf bei der Wohnungssuche

Wohnungssuche
Vor allem kleinere, bezahlbare Wohnungen sind in Düsseldorf schwierig zu finden, Foto: Lisaphotos195 / pixabay

Ein Großteil der Düsseldorfer Mietwohnungen sind Zwei- und Dreizimmerwohungen. Singles, Paare oder Familien mit einem Kind steht somit tendenziell eine größere Auswahl an Mietwohnungen zur Verfügung. Leider übersteigt der Bedarf jedoch deutlich das Angebot, so dass sich bei Eigentümern und Maklern schnell die Bewerbungen stapeln, wenn Objekte erst einmal im Internet oder über Zeitungsanzeigen angeboten werden. Daher sollte man die geforderten Unterlagen für eine Mietwohnung schnell, vollständig und lückenlos zur Verfügung stellen und, falls möglich, ergänzend telefonisch um Feedback bitten. Dadurch hat man die Möglichkeit einen guten Eindruck zu hinterlassen und aus der Masse an Interessenten herauszustechen. Bei der Terminfindung für eine Besichtigung sollte man flexibel bleiben, um sich eine der meist wenigen Möglichkeiten zu sichern. Letztlich spielt jedoch der Faktor Glück eine nicht zu unterschätzende Rolle.

„Vitamin B“ nutzen und WBS prüfen

Wer frühzeitig im Bekannten- oder Freundeskreis und unter Kollegen von der Suche nach einer Mietwohnung erzählt, hört unter Umständen auf diesem Wege von Objekten, die demnächst frei werden und gar nicht erst inseriert werden sollen. In einem solchen Fall ist es ratsam, sich umgehend nach den Kontaktdaten des Vermieters oder Eigentümers zu erkundigen und sich persönlich mit diesem in Verbindung zu setzen, auch wenn dieser noch nicht konkret mit der Neuvermietung beschäftigt ist. Ein solcher direkter Kontakt und ein gezieltes Interesse sind im späteren Prozess in jedem Fall von Vorteil. Parallel sollte die Wohnungssuche in den sozialen Netzwerken kommuniziert werden. Follower und Freunde können als Multiplikatoren dienen und wertvolle Tipps und Hinweise geben. Und unter Umständen befindet sich unter ihnen auch ein neuer Vermieter.

Besonders bei einem eher kleineren Einkommen kann es sich zudem lohnen, den Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS) zu prüfen. Mit einem solchen bilden dann auch günstige, öffentlich geförderte Wohnungen eine Option. In diesem Bereich stehen durchaus auch interessante Neubauwohnungen in guten Lagen zur Verfügung, die lediglich für Inhaber eines WBS reserviert sind.

Zusätzliche Wohnungsangebote online finden

Die Wohnungssuche in Düsseldorf oder andernorts sollte sich zudem nicht nur auf die großen Immobilienportale im Internet konzentrieren. Wohnungsbaugesellschaften oder Immobilienunternehmen veröffentlichen auf ihren Websieten regelmäßig aktuelle Mietangebote. Eine lokale Suche kann auch in anderen Großstädten wie Leipzig zu Mietwohnungen von GCP führen, einem Tochterunternehmen des drittgrößten europäischen Immobilienunternehmens Aroundtown, das in vielen Städten hochwertigen, bezahlbaren Wohnraum bietet. Seit den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bieten viele dieser Anbieter inzwischen eine unkomplizierte Online-Besichtigung an. Dadurch kann man bereits einen guten Eindruck erhalten und sich unter Umständen einen Besichtigungstermin vor Ort ersparen, sofern das Angebot nicht den Vorstellungen entspricht. In diesem Kontext ist jedoch darauf hinzuweisen, dass man bei den Entscheidungskriterien durchaus flexibel agieren sollte. Denn wer sich frühzeitig auf bestimmte Features oder Lagen festlegt, verpasst unter Umständen spannenden Objekte, etwa in attraktiven Randlagen.

Immobilienmakler mit Wohnungssuche beauftragen

Wer sich die eigene Recherche ersparen möchte, kann auch einen lokalen Immobilienmakler mit der Wohnungssuche beauftragen. Ein solcher verlangt dafür eine entsprechende Maklerprovision, die allerdings erst fällig wird, wenn ein Mietvertrag erfolgreich abgeschlossen wurde. Sofern man lediglich auf das Angebot des Maklers reagiert und sich ein Objekt vorstellen lässt, muss dafür nichts gezahlt werden. Wie hoch die Maklerprovision letztlich ausfällt, ist im Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung (WoVermRG) geregelt. Demnach darf sie nicht mehr als zwei Monatskaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen.

Was braucht man, um eine Wohnung zu mieten?

Vermieter wünschen sich im Vorfeld einer Vermietung in der Regel einen detaillierten Einblick in die finanziellen Verhältnisse ihrer Mieterinnen und Mieter. Dadurch bekommen sie zwar keine Garantie, dass Mietzahlungen erfolgen, aber sie sehen zumindest, ob der finanzielle Rahmen diese ermöglicht. So ergibt sich als Antwort auf die Frage „Wohnung mieten welche Unterlagen?“ eine Liste mit mindestens diesen Bestandteilen:

  • eine ausgefüllte Selbstauskunft von allen Erwachsenen, die in die Immobilie einziehen wollen
  • Bonitätsauskunft
  • Einkommens- oder Gehaltsnachweise – Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate oder die Steuerbescheide der letzten drei Jahre bei Selbstständigen
  • Personalausweis oder Reisepass

Spätestens zum Termin der Wohnungsübergabe muss dann außerdem die Mietkaution gezahlt werden. Es bietet sich an, die Unterlagen bereits im Vorfeld zusammenzustellen und in eine Bewerbungsmappe zu legen. Die oben aufgeführten Nachweise werden jedoch oft schon bei der Besichtigungen für die Kandidatenauswahl verlangt und sollten dementsprechend vorebreitet sein.

Im Gegenzug muss ein Vermieter oder der Makler einen Energieausweis des Objekts vorlegen. Dieser gibt Auskunft über die Energieeffizienzklasse einer Immobilie und zeigt den durchschnittlichen Energieverbrauch für das Heizen. Neben den Stromkosten und der Stromrechnung bilden die Heizkosten den zweiten großen Posten unter den Nebenkosten einer Immobilie. Neben dem Energieausweis sind Mietvertrag und Hausordnung auszuhändigen, die der Mieter ausführlich prüfen sollte. Eine gute Grundlage für einen Mietvertrag bildet die Vorlage von Haus und Grund Düsseldorf, die regelmäßig auf Basis der geltenden Gesetzeslage aktualisiert wird. Sollte es sich hingegen um einen frei formulierten Mietvertrag handeln, sollte dieser besonders intensiv gelesen und gegebenfalls von einem Rechtsbeistand untersucht werden. Unter Umständen enhält dieser ungültige oder veraltete Passagen, die später für Komplikationen sorgen können.

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