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Massiver Stellenabbau bei E-Plus und O2

Nach der Übernahme von E-Plus kommt es bei Telefónica Deutschland (O2) nun zu dem bereits im Herbst angekündigten Stellenabbau. Bis 2018 sollen 1.600 Arbeitsplätze der insgesamt rund 9.100 Vollzeitstellen in Deutschland wegfallen, um Doppelfunktionen abzubauen. Konzernführung und Betriebsrat bei O2 und E-Plus einigten sich am heutigen Dienstag (03.02.15) auf einen Sozialplan. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach wird betroffenen Mitarbeitern eine Abfindung gezahlt, auf betriebsbedingte Kündigungen soll weitestgehend verzichtet werden. So soll der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden. Etwa die Hälfte der geplanten Stellenstreichungen soll im laufenden Jahr umgesetzt werden, das Programm startet noch im ersten Quartal 2015.

Unternehmenszentrale E-Plus
Vor allem an den Standorten Düsseldorf und München soll es zu Stellenstreichungen kommen, Foto: Unternehmenszentrale E-Plus, Quelle: E-Plus

Welche Standorte sind betroffen

Besonders vom Stellenabbau betroffen sollen die Standorte Düsseldorf und München sein, auch wenn beide in der Zukunft von Telefónica Deutschland eine trage Rolle spielen sollen. Derzeit arbeiten in München rund 2.600 Mitarbeiter. In Düsseldorf, der Heimat von E-Plus, sind es rund 1.000, in Hamburg etwa 700. Für alle aktuellen Standorte sprach das Unternehmen eine Bestandsgarantie bis mindestens Ende 2015 aus.

Der größte Telekommunikationsanbieter in Deutschland

Das in München ansässige Telekommunikations-Unternehmen Telefónica Deutschland ist eine Tochterfirma der spanischen Telefonica. Diese übernahm im vergangenen Jahr für 8,6 Milliarden Euro den Branchen-Dritten E-Plus von der niederländischen KPN. Dadurch entstand der größte Telekommunikationsanbieter in Deutschland mit über 45 Millionen Kunden.

Zukunft von O2 ungewiss

Derweil ist die Zukunft der Marke O2 in Deutschland ungewiss. Wie verschiedene Medien im Januar berichtete, könnte Telefonica die eigentlich britische Tochter O2 an den chinesischen Mobilfunkanbieter Hutchison Whampoa verkaufen. Die Transaktion könnte mehr als 13,2 Milliarden Euro betragen. Telefonica hatte O2 2006 übernommen. Ob die geplante Übernahme auch Auswirkungen auf den deutschen Mobilfunkmarkt haben wird, ist noch nicht klar.

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