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Überraschender Führungswechsel bei Vodafone Deutschland

Überraschender Führungswechsel beim Düsseldorfer Telekommunikationskonzern Vodafone-Deutschland: Jens Schulte-Bockum gab bekannt, dass er noch in diesem Jahr sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung niederlegen wird. Bis die Nachfolge geklärt ist, wird er das Unternehmen jedoch weiterführen. Nach Berichten der Rheinische Post und der Wirtschaftswoche hatte Schulte-Bockum zuvor in einem Schreiben an die Mitarbeiter erklärt, dass er die geplanten Veränderungen innerhalb des Unternehmens nicht werde umsetzen können. Es gebe „unüberbrückbare Differenzen“ mit der Konzernspitze.

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Unruhige Zeiten auf dem Vodafone Campus, der Konzernzentrale von Vodafone Deutschland in Düsseldorf, Foto: Vodafone

Jens Schulte-Bockum startete 2003 als Group Strategy Director bei Vodafone. Bevor er 2012 in die deutsche Konzernzentrale wechselte, verantwortete er als CEO das Vodafone-Geschäft in den Niederlanden. Bei Vodafone Deutschland forcierte er den Kauf von Kabel Deutschland. Zudem beschleunigte den Ausbau des LTE-Netzes. Mittlerweile hat das Unternehmen sein Netz auf über 73 Prozent der deutschen Fläche modernisiert. Zuletzt war jedoch ein anhaltender Gewinneinbruch bei Vodafone Deutschland zu verzeichnen.

Gewinneinbruch bei Vodafone Deutschland

Im vergangenen Geschäftsjahr brach der operative Gewinn (Ebitda) um elf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro ein. Hinter Marktführer Telekom ist Vodafone seit der Übernahme von E-Plus durch Telefónica gemessen an der Anzahl der Kunden nur noch die Nummer drei auf dem deutschen Markt. Der anhaltende Preiskampf macht dem Telekommunikationskonzern zu schaffen. Trotz enormer Investitionen von zuletzt 1,9 Milliarden Euro konnte bislang keine Trendwende eingeleitet werden. Die größten Hoffnungen liegen jetzt auf dem wachsenden Breitbandgeschäft. Im Laufe des Geschäftsjahrs soll der Umsatzrückgang weiter eingedämmt werden.

Auch Vodafne Konzernmutter krieselt

Auch die britische Konzernmutter steht unter Druck auch hier sanken die Erlöse aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,6 Prozent. Der operative Gewinn ging sogar um fast sieben Prozent auf 11,9 Milliarden Pfund zurück. Für das Geschäftsjahr 2015/2016  erhofft man sich jedoch eine Stabilisierung des Kerngeschäfts. Das ist nach sieben Jahren mit Verlusten jedoch auch dringend notwendig.

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