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Sozialticket Düsseldorf – Hintergründe, Geltungsbereich, Voraussetzungen

Verschiedene Personengruppen, so zum Beispiel Geringverdiener oder Arbeitslose, können sich die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer leisten. So bleiben Bus und Bahn für viele ein seltenes Vergnügen. Das sogenannte Sozialticket soll Abhilfe schaffen und diesen Menschen die Möglichkeit bieten, die ÖPNV-Angebote vergünstigt zu nutzen. Worum es sich bei diesem Angebot handelt und was das Sozialticket in Düsseldorf beinhaltet, erklärt die Interessengemeinschaft Sozialrecht e.V.. Diese hat sich der Beobachtung sozialrechtlicher Entwicklungen, der Analyse und Kommentierung aktueller Rechtsprechungen sowie der Bereitstellung von Informationen und Hilfestellungen für Leistungsempfänger verschrieben und bietet auf ihrem kostenlosen Ratgeberportal umfangreiche Informationen.

Das bringt das Sozialticket

Sozialticket
So sieht das Sozialticket im Geltungsbereich des VRR aus, Foto: Rheinbahn

Beim Sozialticket handelt es sich um einen Einzel- oder Zeitfahrausweis für die öffentlichen Verkehrsmittel, dessen Preis ermäßigt ist. Ein solches Ticket ist eine freiwillige Sozialleitung, die von verschiedenen Regionen und Städten angeboten wird. Möglich wird sie meist durch Zuschüsse der betreffenden Städte, Landkreise oder Bundesländer an die örtlichen Verkehrsbetriebe und soll vor allem bedürftigen Menschen zugutekommen. Allerdings bietet bis heute noch nicht jede Stadt ein solches Ticket an.

Geltungsbereich des Sozialtickets

Durch das Sozialticket können in der Regel alle öffentlichen Verkehrsmittel des regionalen Anbieters genutzt werden. Die Kosten fallen je nach Stadt unterschiedlich hoch aus. In Düsseldorf kann das Sozialticket bei der Rheinbahn zum Preis von 37,90 Euro für das gesamte Stadtgebiet und den Kreis Mettmann erworben werden. Allerdings gilt das Ticket nur für die Person, welche es erworben hat. Eine Übertragung auf Dritte ist also nicht möglich. Daher ist das Ticket nur in Verbindung mit einem Personalausweis oder einem anderen amtlichen Lichtbildausweis gültig. Allerdings dürfen Inhaber eines Sozialtickets montags bis freitags ab 19 Uhr, ganztägig an Wochenenden, gesetzlichen Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember bis zu drei Kinder unter 15 Jahren mitnehmen.

Voraussetzungen für die Beantragung

Für die Beantragung eines SozialTickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr muss ein Berechtigungsausweis vorgelegt werden. Einen solchen erhalten Sie beim jeweiligen Bewilligungsamt. Dazu zählen etwa Jobcenter oder das Sozialamt. Zudem muss eine der folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (SGB II)
  • Empfänger von Sozialhilfe (SGB XII)
  • Empfänger von Wohngeld
  • Leistungsberechtigt nach SGB VIII
  • Leistungsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Leistungsberechtigt nach dem Bundesversorgungsgesetz

Das vergünstigte Ticket, das im Geltungsbereich des VRR auch „meinTicket“ genannt wird, ist übrigens auch als eTicket erhältlich. Inhaber der praktischen Chipkarte profitieren von verschiedenen Vorteilen. So erübrigt sich der Kauf der monatlichen Wertmarke und der monatlich anfallende Betrag für den Fahrausweis wird direkt vom Konto abgebucht.

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