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Wohneigentum im Schnitt günstiger als Mieten – auch in Düsseldorf

Laut der bundesweiten Studie „Wohnen in Deutschland 2019“ der Sparda-Banken, ist Immobilienkauf trotz steigender Preise weiterhin günstiger als Mieten. Im Rahmen der Studie wurden deutschlandweit 401 Kreise und Regionen anhand von Befragungen verglichen. Die Ergebnisse sind eindeutig. So ist der Kauf in mittleren Lagen im Durchschnitt rund 33 Prozent günstiger als ein Mietverhältnis. In Düsseldorf sind es sogar 34 Prozent. Zudem prognostiziert die Studie bis 2030 den Rhein-Metropolen Düsseldorf und Köln „hervorragende Aussichten“, was auf die hohe Anziehungskraft der Region, das überdurchschnittliche Wohlstandsniveau und die hervorragende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zurückzuführen ist.

Einschränkungen werden in Kauf genommen

Hausbau
Wohneigentum lohnt sich – auch in Düsseldorf, Foto: 2211438 / pixabay

Um sich den Traum vom Eigenheim erfüllen zu können, nehmen viele Kaufinteressenten Einschränkungen in Kauf. So sind fast 80 Prozent der Befragten dazu bereit, regelmäßig zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu pendeln. Zudem würden sich etwa 40 Prozent mit weniger Wohnraum zufrieden geben. Als häufigste Gründe für den Kauf einer Immobilie werden die Altersvorsorge, der Schutz vor Mieterhöhungen und auf Platz drei der Wunsch nach den eigenen vier Wänden genannt.

Preisentwicklung von Wohneigentum

Seit 2005 sind die Preise für Wohneigentum nahezu explodiert. In den sieben größten Städten Deutschlands nahmen sie um fast 100 Prozent zu. In Düsseldorf betrug die Preissteigerung 78 Prozent. Damit liegt die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 54,1 Prozent. Im benachbarten Rhein-Kreis Neuss lag die Preissteigerung bei 32 Prozent und in Mönchengladbach bei 20 Prozent. Pro Quadratmeter Eigenheim muss man in Düsseldorf mit einem Durchschnittspreis von 3.614 Euro rechnen. Auch bei diesem Wert liegt Düsseldorf deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 2.379 Euro. Für einen durchschnittlichen Kaufpreis von 264.000 Euro erhält man in Düsseldorf immerhin eine Wohnfläche von 73 Quadratmetern. In München sind es nur 39, in hingegen Salzgitter 202 und in Gelsenkirchen 186 Quadratmeter.

Individuelle Gestaltung des Eigenheims

Der Wunsch nach dem Eigenheim hängt für viele Menschen eng mit der Möglichkeit zusammen, bei der Gestaltung und Ausstattung selbst entscheiden zu können. Kein Vermieter kann sein Veto einlegen oder zu einen späteren Zeitpunkt einen Rückbau fordern. Daher werden bei der Planung der eigenen vier Wände gerne besondere Wünsche berücksichtigt, etwa eine große Terrasse, mit Sitzmöglichkeiten für die Familie und Freunde. Oder ein Garten mit ausgedehnter Rasenfläche und Spielmöglichkeiten für die Kinder. Auch eine gut ausgestattete Küche ist heute vielen Eigenheimbesitzer besonders wichtig. Immerhin gilt sie als das neue Statussymbol der Deutschen, für das man gerne auch mal tiefer in die Tasche greift. Einen hohen Stellenwert nimmt bei vielen auch der Kamin im Wohnzimmer oder der mit Holz befeuerte Ofen in der Küche ein. Gerade in kälteren Wochen ist die Feuerstelle im eignen Zuhause ein toller Treffpunkt, bei dem Wohlfühlfaktor und ökonomische Überlegungen zusammenfinden. Denn mittelfristig sparen moderne Öfen Heizkosten im Vergleich zu anderen Lösungen. Montage und Einbau lassen sich häufig in Eigenleistung erbringen, bevor der Schornsteinfeger die amtliche Genehmigung zur Inbetriebnahme erteilt. Inspirierend ist zum Beispiel die Ofenseite, auf der sich ein großes Sortiment findet.

Deutschland bei Eigentumsquote europaweit Schlusslicht

Trotz der Tatsache, dass der Wunsch nach Wohneigentum und in einem lebenswerten Umfeld bei zwei Dritteln der Befragten sehr stark ausgeprägt ist, bleibt Deutschland mit einer Eigentumsquote von nur 47 Prozent im europaweiten Vergleich abgeschlagenes Schlusslicht. „Betrachtet man dies im Zusammenhang mit den Preisentwicklungen vor allem in den Metropolen sowie der immensen Bedeutung, die Standortfaktoren wie gute Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Gesundheitsversorgung und eine vernünftige Verkehrsinfrastruktur für die Menschen haben, wird schnell klar: Die Hausaufgaben für die Politik in diesen Bereichen sind enorm. Deutschland sollte als eines der wohlhabendsten und wirtschaftlich stärksten Länder Europas seine Eigentumsquote dringend erhöhen“, sagt Oliver Pöpplau, Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Hamburg eG.

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