home Kurz&Kompakt, Wirtschaft Warnstreiks im öffentlichen Dienst am 20. und 21. März 2018

Warnstreiks im öffentlichen Dienst am 20. und 21. März 2018

Aufgrund festgefahrener Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern, drohen heute und am morgigen Mittwoch (21.03.2018) Warnstreiks im öffentlichen Dienst in ganz Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf werden unter anderem die Mitarbeiter der Jobcenter, der Agentur für Arbeit, der Stadtwerke, des Stadtentwässerungsbetriebs, der Awista (Recyclinghöfe, Müllverbrennungsanlage) sowie der Oper und des Schauspielhaus streiken. Auch die Stadtverwaltung wird betroffen sein. Daher bittet die Stadt die Bürger, nur mit Termin in den Ämtern der Verwaltung zu erscheinen.

Rheinbahn Streik: „Nahverkehr komplett lahmgelegt“

© Rheinbahn
Die Rheinbahn wird am 21.03.18 in ganz Düsseldorf bestreikt, Bild: © Rheinbahn

Besonders schwerwiegend wirkt sich sicherlich der Flächendeckende Streik der Rheinbahn am Mittwoch aus. Die Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Düssel/Rhein/Wupper, Stephanie Peifer, sagte gegenüber der Rheinischen Post, dass sich die Bürger darauf einstellen müssen, dass der Nahverkehr komplett lahmgelegt sein wird. Zudem kann es bereits am Dienstag zu Einschränkungen kommen, weil in umliegenden Städten wie Duisburg schon ab Dienstag gestreikt wird. Laut Auskunft der Rheinbahn werden U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Buslinien nicht bedient. Ausgenommen sind lediglich folgende Buslinien: O5, O6, O14, O19, SB51, SB56, 730 ,746, 751, 770, 771, 785, 831, 834. Regional- und S-Bahnen sollen nicht vom Streik betroffen sein.

Viele Kitas im Stadtgebiet wegen Warnstreiks geschlossen

Eltern, deren Kinder eine der 105 Kitas im Stadtgebiet besuchen, sollten sich frühzeitig bei der jeweiligen Kita erkundigen, ob diese von der Arbeitsniederlegung betroffen ist. Bei Bedarf sollen laut Stadt Notgruppen eingerichtet werden. Die Plätze dürften jedoch begrenzt sein. Generell sollen die Kitas aber nur am 20.03. bestreikt werden, heißt es.

Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn

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In den aktuellen Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft Verdi 6 Prozent mehr Lohn oder mindestens 200 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro mehr bekommen und nach bestandener Abschlussprüfung übernommen werden. Zudem soll der Nachtarbeitszuschlag in Krankenhäusern auf 20 Prozent erhöht werden. „Die Beschäftigten sind sauer, dass sie bei steigenden Leistungen und guter Konjunkturlage von den Arbeitgebern noch kein klares Signal für ordentliche Tariferhöhungen erhalten haben,“ betont Peifer.

In Düsseldorf wird es am 20.03.2018 um 10:00 Uhr eine zentrale Kundgebung am Burgplatz geben. Zuvor ziehen die Streikenden in zwei Demonstrationszügen vom Technischen Rathaus (Brinkhausstrße) und von der Stadtwerke Zentrale (Höher Weg) durch die Stadt. Die Polizei warnt für die Zeit zwischen 10 und 12 Uhr vor Verkehrsbehinderungen.

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