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Gebrauchtmaschinenhandel Surplex feiert 20-jähriges Bestehen

Die Surplex GmbH aus Düsseldorf feiert im diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Das von den Gebrüdern Florian und Bruno Schick gegründete Handelsunternehmen ist spezialisiert auf den weltweiten An- und Verkauf gebrauchter Maschinen für die Holz- sowie Metallbearbeitung und gilt heute als Europas Nummer eins. Schon in den Anfangsjahren ging die Firma mit ihrem Konzept der Online-Auktionen innovative Wege.

Surplex.com AG Gründung im Jahr 1999 mit innovativem Konzept

SurplexUnternehmerische Geschichten sind oft nicht nur beeindruckend, sondern auch häufig turbulent. Das trifft auch auf die Surplex GmbH zu, die sich als Handelsunternehmen dem An- und Verkauf von Gebrauchtmaschinen verschrieben hat, die sie über ihr Online-Angebot versteigert. 20 Jahre Surplex waren dabei sowohl von Höhen, als auch von Tiefen geprägt.

Gegründet im Jahr 1999 von Bruno und Florian Schick noch als Surplex.com AG, war das heutige Millionen-Unternehmen seiner Zeit voraus. Die Brüder waren fest davon überzeugt, dass digitale Verkäufe über Auktionsplattformen im Internet „the next big thing“ sein würden. Zur Jahrtausendwende gab es jedoch ein gravierendes Problem: Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen und kaum jemand war dazu bereit, fünf- bis sechsstellige Beträge „im Netz“ für gebrauchte Maschinen für die Holz- und Metallbearbeitung auszugeben.

Notwendige Konsolidierung

Geschäftsführer Surplex GmbH
Michael Werker und Ulrich Stalter lenken heute die Geschicke der Surplex GmbH, Foto: surplex

Folglich musste die Firma einen Gang zurückschalten und wurde schließlich – wie so viele Unternehmen weltweit – von der berüchtigten Dotcom-Krise bzw. der New Economy Bubble erfasst, die auch bei den Investoren zu Vermögensverlusten führte. Was zwangsläufig folgte war die notwendige Schließungen von Niederlassungen. Zudem wurde der Surplex-Hauptsitz, der sich mittlerweile in Berlin befand, wieder nach Düsseldorf verlegt. Auch das Personal bekam die Turbulenzen zu spüren und ein Großteil der damals 140 Arbeitsplätze musste abgebaut werden.

Die Firma verlor ihre Selbständigkeit, doch bekam nach dem Höhepunkt der Krise im Jahr 2004 mit Michael Werker und Uli Stalter ein neues Führungsduo zur Seite gestellt, das nach wie vor an die Idee einer leistungsstarken Auktionsplattform für Gebrauchtmaschinen glaubte. Beide erkannten jedoch die Notwendigkeit, dass für nachhaltigen Erfolg die rein virtuellen Leistungen mit analogen Services bzw. einer Brücke zur „Old Economy“ zu ergänzen waren.

Surplex heute Europas Nummer eins im Gebrauchtmaschinenhandel

In der Folge erweiterte die Surplex GmbH, wie sie seit 2009 offiziell heißt, ihr Service-Angebot. Seither werden Kunden persönlich betreut und beraten. Zudem werden individuelle Gutachten und Bewertungen für Maschinen erstellt. Die Erfolge der Kombination der virtuellen und analogen Welt mit einem kompetenten After-Sales-Service ließen nicht lange auf sich warten. In den Jahren 2009 und 2010 konnten zweistellige Wachstumsraten verzeichnet werden.

Bis heute wurde die Zahl der Mitarbeiter auf über 200 gesteigert. Der Umsatz liegt inzwischen bei über 100 Millionen Euro, auch dank der Internationalisierung des Unternehmens, die seit 2013 erfolgreich vorangetrieben wird. Heute unterhält das Unternehmen Büros in elf Ländern Europas. Der Kundensupport sowie die Webseite sind in 20 Sprachen verfügbar. Den Kunden wird ein umfangreicher, ISO-zertifizierter Full-Service geboten, der von A wie Ankauf bis Z wie Zollabwicklung reicht. Damit ist die Surplex GmbH ein Paradebeispiel für eine unternehmerische Geschäftsidee „made in Düsseldorf“, die zunächst zu scheitern drohte, sich dann jedoch nachhaltig durchsetzte und heute zu Europas Spitze zählt.

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