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Anbieter für den Versand von Dokumenten oder Waren

Im gewerblichen Alltag ist der Versand von Dokumenten oder Waren unumgänglich. Denn auch wenn das im Rahmen der Digitalisierung vielerorts etablierte „papierlose Büro“ heute viele Sendungen überflüssig macht, kommt man in um den klassischen Brief nicht herum. Vor allem der Versand von Paketen verzeichnet seit Jahren anhaltend hohe Wachstumsraten, maßgeblich getrieben durch den boomenden Online-Handel. In Folge der Corona-Pandemie dürfte dieser Bereich zudem weitere Wachstumsimpulse erhalten. Neben den großen Dienstleistern gibt es jedoch auch regionale Anbieter, die eine zuverlässige und schnelle Zustellung im Düsseldorfer Stadtgebiet gewährleisten.

Der Postmarkt in Deutschland

Deutsche Post / DHL
Deutsche Post / DHL dominieren weiterhin den Postmarkt in Deutschland, Foto: useche70 / pixabay

Mit der schrittweisen Abschaffung des staatlichen Postmonopols und der Marktöffnung Mitte der 1990er Jahre, wurden Postdienstleistungen zu privatwirtschaftliche Tätigkeiten, die nach dem Postgesetzt seither im Wettbewerb angeboten werden müssen. Zahlreiche Dienstleister haben sich seither in Deutschland etabliert und buhlen heute um die Gunst der Kunden. Aus der behördlichen Deutsche Bundespost wurde die Deutsche Post AG, die seit 2002 ihr Logistikgeschäft unter der Marke „DHL“ betreibt. Sie hat ihren Hauptsitz in Bonn und ist mit einem Marktanteil von 86 Prozent im Geschäftskundensegment und einer weitgehenden Alleinstellung im Privatkundenbereich noch immer der Branchenprimus. Das unterstreichen auch die mehr als 570.000 Mitarbeitenden, die im Jahr 2020 einen Jahresumsatz von 66,81 Milliarden Euro erzielten.

Den Rest des Marktes teilen sich Dienstleister wie Hermes, UPS, Fedex, DPD, GLS oder GO!. Um deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ist beispielsweise das Bundeswirtschaftsministerium darum bemüht, Impulse zu setzen und die Entwicklungsmöglichkeiten des Sektors weiter zu verbessern. Die Marktteilnehmer sehen sich einem anhaltenden Preis- und Innovationswettstreit ausgesetzt, der verbesserte Dienstleistungen und die Einführung neuer Technologien, etwa moderne Tracking-Möglichkeiten oder verbesserte Retourenlösungen, begünstigt. Letztlich profitiert also der Kunde, auch wenn im Rahmen des fortschreitenden Strukturwandels verschiedene Einschränkungen notwenidg sind. Zu nennen wäre da etwa die drastische Reduzierung des Filialnetzes der Deutschen Post.

Briefversand: Formate, Briefumschläge und Kosten

Ein klassischer Geschäftsbrief sollte in Deutschland gemäß der Norm DIN 5008 gestaltet sein, die eindeutige Schreib- und Gestaltungsregeln festlegt und auf das Papierformat DIN A4 abgestimmt ist. Wer diese einhält, kann für den Versand verschiedene standardtisierte Briefumschläge nutzen. Üblich ist in diesem Fall ein Briefumschlag im Format DIN lang mit Fenster, in dem ein zweifach gefaltetes DIN A4 Format Platz findet. Möglich ist grundsätzlich auch ein fensterloser Umschlag im Format C6 mit den Maßen 11,4 x 16,2 Zentimeter. Allerdings ist dieser für den gewerblichen Gebrauch unüblich. Der Versand eines solchen Standardbriefs mit der Deutschen Post kostet aktuell 0,80 EUR. Zum 1. Januar 2022 droht jedoch die nächste Preiseröhung. Dann sind Briefmarken im Wert von 85 Cent nötig. Günstiger ist es beispielsweise bei DPD Mail wo für einen Standardbrief im Inland derzeit 0,70 EUR und im Ausland 1,00 EUR berechnet werden.

Möchte man mehreren DIN A4 Seiten versenden, die nicht geknickt werden sollen, etwa einen Vertrag, wird ein C4 Umschlag mit den Maßen 22,9 x 32,4 Zentimeter nötig. Solche Versandtaschen sind mit und ohne Adressfenster erhältlich. Die Deutsche Post spricht auch von einem Großbrief. Hier finden bis zu 95 DIN A4 Seiten Platz. Die Kosten für den Versand belaufen sich auf 1,55 EUR. Übersteigt die Höhe des gefüllten Briefumschlags jedoch zwei Zentimeter, muss auf einen sogenannten Maxibrief zurückgegriffen werden. Dieser ähnelt eher einem schmalen Paket, ist deutlich stabiler und erlaubt den Versand von bis zu 190 DIN A4 Seiten. Alternativ können damit auch Kleinwaren oder Textilien verschickt werden, sofern das Gesamtgewicht ein Kilogramm nicht überschreitet. Der Versand wird mit 2,70 EUR berechnet. Wer regelmäßig Dokumente und Waren in einem solchen Format versendet, kann den Maxibrief auf Vorrat kaufen um Kosten zu sparen.

Paketversand: geeignete Versandverpackungen

Im Bereich der Päckchen und Pakete ist die Kokurrenz deutlich breiter aufgestellt. Neben der DHL bieten auch Hermes, DPD, GLS und GO! ihre Dienste an, zudem die US-ameriaknischen Kurrierdienste UPS und Fedex. Bei DHL kostet der Versand eines unversicherten Päckchens bis 2 Kilogramm zwischen 3,79 und 4,39 EUR. Ab einem Preis von 4,99 EUR erhält man eine Haftung bis 500 EUR und eine Sendungsverfolgung für das Paket. Weitere Services wie eine Transportversicherung oder eine Alterssichtprüfung können hinzugebucht werden. Die die anfallenden Kosten basieren grundsätzlich auf der Größe des Paketes und dem Zielland.

Ebenso verhält es sich bei den anderen Dienstleistern. Bei Hermes erfährt man die Kosten für ein Paket über einen praktischen Paketscheinrechner. Hier müssen Länge, Breite, Höhe und das Zielland eingegeben werden. Der Paketschein ist dann mit wenigen Klicks erstellt. Die Preise sind etwas günstiger als bei DHL und starten bei 3,70 EUR. Der Paketversand erfolgt über einen der 16.000 Hermes PaketShops.

Bei DPD ist eine Versicherung bis 520 Euro pro Paket inklusive, bei Paketshop-Zustellung und Retoursendungen bis 265 Euro. Nach Unternehmensangaben sind Paketlieferungen innerhalb Europas in 1 bis 4 Tagen möglich, innerhalb Deutschlands in 1 bis 2 Tagen. Um die jeweiligen Kosten zu erfahren, muss allerdings ein Angebot angefordert werden.

Eine Sendungsverfolgung wird von allen Dienstleistern angeboten, kann aber zusätzliche Kosten verursachen. Auch Versandverpackungen sind bei allen Anbietern erhältlich. Dabei ist zu beachten, dass diese nach der Art des Versandgutes auszuwählen ist. Soll zum Beispiel Wein oder Sekt verschickt werden, muss ein spezieller Flaschenkarton mit PTZ-Zulassung für einen sicheren Versand verwendet werden.

Der regionale Kurrierdienst

Es geht jedoch auch deutlich regionaler und nachhaltiger: Rotrunner GmbH & Co. KG mit Sitz auf der Bismarckstraße im Herzen Düsseldorfs bietet seit über 30 Jahren Kurierdienste für Geschäftsleute und Privatpersonen. Zum Einsatz kommt dafür in der Regel das Fahrrad. Für seine Nachhaltigkeit wurde das Unternehmen im Jahr 2014 sogar mit dem Düsseldorfer Umweltpreis ausgezeichnet. Sicherlich hat jeder von uns schon einmal einen der drahtigen Fahrer oder Fahrerinnen mit ihren markanten Rotrunner-Shirts im Straßenverkehr gesehen, die sich auf eiligen Kurierfahrten durch den Verkehr wuseln.

Im Verlauf der Jahre wurde das Dienstleistungsangebot erweitert, so dass heute auch Transporte mit PKW oder Bus angeboten werden können. Kurrierdienste sind nun auch über das Stadtgebiet hinaus möglich, sowohl national als auch international. Die Preise beginnen bereits bei 5,00 Euro. Unter dem Stichwort „Superhelp“ wird zudem ein besonderer Service geboten: die Rotrunner-Fahrer helfen bei Tätigkeiten, bei denen kurzfristig eine helfende Hand benötigt wird. Egal ob im Büro, bei Auf- und Abbau oder um ein Möbelstück in Keller zu tragen. Die Dienste können an sieben Tagen der Woche, rund um die Uhr in Anspruch genommen werden.

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