home Wirtschaft Warnstreik an der Uniklinik Düsseldorf – Planbare OPs wurden verschoben

Warnstreik an der Uniklinik Düsseldorf – Planbare OPs wurden verschoben

An der Uniklinik Düsseldorf sind am 16. November 2021 etwa 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beignn der Frühschicht in den Warnstreik getreten. Die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitenden fordern eine Lohnerhöhung von 300 Euro im Monat. Zudem beklagt man die fehlende Wertschätzung seitens der Arbeitgeber trotz der enromen Belsatung der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wurden bis zu drei Streiktage angekündigt. Für morgen ist eine Demonstration vor dem Finanzministerium geplant.

OperationenWie beim letzten Warnstreik an der Uniklinik Düsseldorf wurde zum Wohl der Patientinnen und Patienten eine Notdienstvereinbarung getroffen. Medizinische Notfälle werden demnach behandelt. Verschiedene planbare Operationen, bei denen dies medizinisch vertretbar war, wurden jedoch verschoben, wie ein Sprecher der Uniklinik bestätigte.

Verdi ruft zu Warnstreik auf

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Auch an den Unikliniken in Aachen, Bonn, Köln, Münster und Essen wird gestreikt. Insgesamt beteiligen sich somit bis zu 2.000 Tarifbeschäftigte an Unikliniken in Nordrhein-Westfalen. Auch Beschäftigte von Hochschulen, Staatsanwaltschaften, Bezirksregierungen, Amtsgerichten, sowie von Straßen NRW und IT NRW sollen sich den Streikmaßnahmen anschließen.

Die Dienstelistungsgewerkschaft Verdi hatte nach zuvor gescheiterten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst zu den Streiks aufgerufen. Durch den Arbeitskampf soll vor der dritten Verhandlungsrunde Ende November der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Sollten sich diese nicht bewegen, könnte es laut Verdi zu weiteren Streiks kommen.

Verhärtete Fronten zwischen Verdi und Arbeitgeberseite

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) bezeichnete die Forderungen der Gewerkschaft bislang als unrealistisch. So würden die Haushalte der Länder mit mindestens 2,4 Milliarden Euro belastet, wenn die Forderungen für die rund 845.000 Tarifbeschäftigten der Länder erfüllt werden würden. Würden diese, wie von Verdi gefordert, auch auf die Beamten angewendet, lägen die Mehrausgaben sogar bei 7,5 Milliarden Euro Folge. Da die Pandemie jedoch enorme finanzielle Anstrengungen verlangt habe, sei nur wenig Spielraum vorhanden, so der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke bezeichnete das Verhalten der Länderarbeitgeber als „absolut empörend“. Es hätte mit der Lebenswirklichkeit der Beschäftigten nichts mehr zu tun. So würden die steigenden Lebenshaltungskosten und die wachsende Arbeitsbelastung von der Arbeitgeberseite komplett ausgeblendet. Zudem würden die Beschäftigten im Gesundheitswesen dauerhaft eine große Last in der Corona-Pandemie tragen, die nur unzureichend gewürdigt werden würde.

Die Tarifverhandlungen werden am 27. und 28. November 2021 in Potsdam fortgesetzt.

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