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Targobank steigt in den physischen Edelmetallhandel ein

Die Targobank erweitert ihr Angebotsspektrum um den physischen Edelmetallhandel. Wie die in Düsseldorf ansässige Bank kürzlich mitteilte, wachse das Bedürfnis nach physischen Anlagemöglichkeiten zur Absicherung gegen inflationäre Entwicklungen oder zur stärkeren Diversifizierung des Vermögensportfolios auf Kundenseite kontinuierlich. Gleichzeitig bestehe der Wunsch, die Pflichten rund um den Besitzstand auszulagern. Diesem wolle man nun mit der neuen Investmentmöglichkeit Rechnung tragen.

TargobankDamit ermöglicht die Targobank ihren Kunden als eines von wenigen Finanzinstituten in Deutschland seit August 2020 den Erwerb von Gold in physischer Form. Angeboten werden Münzen oder Barren, die dann über das Kundendepot verbucht werden können. Der Preis jedes einzelnen Goldproduktes kann dort tagesaktuell online verfolgt werden. Das Kreditinstitut, das zur französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel Alliance Fédérale gehört, verspricht, dass Käufe und Verkäufe von Edelmetallen sich so einfach durchführen lassen, wie es sonst nur vom Wertpapierhandel bekannt ist.

Nach dem Erwerb wird die Ware in Form von Barren und Münzen in einem Hochsicherheitstresor verwahrt und gelagert. Da die Edelmetalle jedoch auch real vorhanden sind, ist auf Kundenwunsch auch eine kostenpflichtige Lieferung der eingelagerten Warenbestände nach Hause möglich.

Kooperation mit Münchner Edelmetallhandelshaus pro aurum

Gold
Goldmünzen oder -barren sind als Anlageform sehr beliebt, Foto: PublicDomainPictures / pixabay

Die Targobank wird beim physischen Edelmetallhandel mit dem Münchner Edelmetallhandelshaus „pro aurum“ kooperieren. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 gegründet und hat sich seiter auf den Onlinehandel mit Edelmetallprodukten für private und institutionelle Anleger spezialisiert. Gehandelt wird vor allem mit Gold, Silber, Platin und Palladium. Im Jahr 2018 wurde pro aurum vom Wirtschaftsmagazin „Focus Money“ als „Bester Edelmetallhändler in Deutschland“ ausgezeichnet.

Robert Hartmann, Gründer der pro aurum GmbH, bestätigt die gestiegende Anfrage nach Edelmetallen: „Wir erleben die höchsten Umsätze in der Firmengeschichte – rund 50 Prozent mehr als zu Spitzenzeiten in der Finanzkrise 2008/2009“. Engpässe bei der Lieferung seien jedoch nicht zu befürchten, da die verantwortlichen Händler sich frühzeitig den Zugriff auf erhebliche Mengen Goldbarren und -münzen verschafft hätten. Man sei also gut gerüstet und jederzeit lieferfähig, so Hartmann.

Kosten für Edelmetallhandel über die Targobank

Für den Kauf und Verkauf der Edelmetalle werden von der Targobank entsprechende Gebühren berechnet. Diese liegen beim Kauf bei bis zu 3,3 Prozent des Wertes bei Münzen oder bis zu 200,00 Euro bei Barren. Beim Verkauf wird ein Abschlag in Höhe von bis zu 3,5 Prozent bei Münzen oder bis zu 200,00 Euro bei Barren fällig. Je nach Depotmodell oder Produkt können die Kosten jedoch variieren. Genaue Ausunft über die Kosten bieten Produkt-Factsheets. Darüber hinaus fallen Kosten für die sichere Verwahrung im Tresor der pro aurum GmbH an. Diese Lagergebühr liegt bei 0,8 Prozent inklusive Mehrwertsteuer bezogen auf den im Depot verbuchten Bestand an physischen Goldprodukten.

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