Düsseldorf erlebt in den letzten Jahren einen spürbaren Wandel in der Mobilität. Nicht zuletzt dank des Mobilitätsplan D, der bereits seit 2017 den fokussierten Verkehrsentwicklungsplan der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen formuliert. Die damit eingeleiteten umgesetzten Maßnahmen versuchen sowohl Auto- und Fahrradfahrer, als auch Bus und Bahn sowie Fußgänger zu berücksichtigen und zudem dem weiter steigenden Anstieg des Wirtschaftverkehrsaufkommens gerecht zu werden. Da generell immer mehr Bürger ihre Fortbewegungsgewohnheiten überdenken und Alternativen zum eigenen Auto vermehrt nachgefragt werden, stellt sich für Politik und Wirtschaft die Frage nach der Mobilität der Zukunft.
Veränderter Mobilitätsbedarf

Ob zu Fuß, mit dem Rad, einem ÖPNV-Angebot wie Bus, U-Bahn oder Straßenbahn, oder mit dem PKW – der Verkehr ist so individuell wie die die rund 640.000 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer und die mehr als 330.000 Pendler, die sich tagtäglich in unserer Stadt bewegen. Da jedoch nur ein begrenzter Platz für Mobilität vorhanden ist, muss eine kluge Verkehrsentwicklung diesen optimal nutzen. Hinzu kommt der Wunsch von gut 85 Prozent der Bürger nach weniger Autoverkehr, um eine geringere Verkehrsbelastung und dadurch bessere Luft- und Lebensqualität zu ermöglichen.
Der Mobilitätsplan D legt daher zentrale Leitlinien, Ziele und Maßnahmen fest, wie sich Mobilität in der Stadt bis 2030 und darüber hinaus entwickeln soll. Dabei liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Lebensqualität und Erreichbarkeit.
Antworten auf aktuelle Herausforderungen der Mobilität
Antworten auf den veränderten Mobilitätsbedarf stellen die zahlreichen Maßnahmen dar, die bereits umgestezt wurden oder sich noch in Planung oder Umsetzung befinden. Eine naheliegende stellt der Ausbau des ÖPNV-Netzes dar, beispielsweise durch den Ausbau der Stadtbahnlinie U81 bis zum Flughafen oder den Bau der Wehrhahnlinie. Die rund 3,4 Kilometer lange U-Bahn-Strecke mit sechs neuen Bahnhöfen entstand in den Jahren 2007 bis 2016 und verlegt seither einen signifikanten Anteil des Innenstadtverkehrs unter die Erde. Eine weitere Säule stellt der gezielte Ausbau des Düsseldorfer Radwegenetzes, verbunden mit dem Auf- und Ausbau von „Bike and Ride Stationen“ sowie kostenlosen E-Bike-Ladestationen in Düsseldorf dar. Ergänzt wird dies durch ein stetig wachsendes Angebot an Rad-, E-Scooter- und Carsharing-Anbietern.
Denn vor allem junge Menschen setzen längst nicht mehr ausschließlich auf das eigene Auto, sondern nutzen je nach Bedarf unterschiedliche, verfügbare Mobilitätslösungen. Diesem neuen Nutzungsverhalten möchte die Stadt unter anderem durch die Schaffung zentraler Mobilitätsstationen begegnen. Denn das Statussysmbol Auto ist für viele längst zum „Mittel zum Zweck“ geworden, das zudem aufgrund von Versicherung, Wartung, TÜV, Kraftstoff und nicht zuletzt hohe Parkgebühren viel Geld verschlingt. Hinzu kommen unvorhersehbare Reparaturkosten und der kontinuierliche Wertverlust eines Fahrzeugs. Wer sich daher für eine KFZ-Abmeldung in Düsseldorf entscheidet, kann diese Fixkosten sparen und dank der zahlreichen Mobilitätslösungen im Stadtgebiet auch ohne Auto an sein Zeil gelangen.
Förderung der Elektromobilität
Wer trotzdem noch auf den Individualverkehr mit eigenem Pkw angewiesen ist, soll bei der Auswahl eines in Frage kommenden Modells möglichst auf ein Elektrofahrzeug setzen. Damit ein solches jedoch attraktiv und bestmöglich nutzbar ist, braucht es vor allem eine hervorragende Ladeinfrastruktur. Daher ist die Stadt bestrebt, das Netz der bislang vor allem in privater Hand befindlichen Ladestationen massiv auszubauen und sträker im öffentlichen Raum zu verankern. Ein wichtiger Partner sind dabei die Stadtwerke Düsseldorf, mit deren Unterstützung inzwischen über 2.000 öffentlichen Ladepunkte in der NRW-Landeshauptstadt geschaffen werden konnten. Damit verfügt Düsseldorf über das größte E-Ladenetz in Nordrhein-Westfalen und schafft attraktive Anreize für den Umstieg auf das E-Auto.
Doch auch E-Bikes und Lastenräder werden immer beliebter. Daraus resultierende Maßnahmen wie die überaus stark nachgefragte Lastenrad-Förderung zeigen, dass die Stadt auf einem guten Weg ist und richtige Antworten auf die komplexen Fragen eines sich verändernden Mobilitätsbedarfs in einer modernen Großstadt findet.
