Der Fahrzeughersteller Mercedes-Benz investiert 200 Millionen Euro in das Sprinter-Werk in Düsseldorf. Mit dem umfassenden Investment wird die Produktion im weltweit größten Transporter-Werk des Konzerns modernisiert und erweitert. Im Kern wird der Standort fit gemacht für die „Van Combustion Architecture„, kurz Van.CA. Dieses bildet die Basis für die neuen Modelle des Kastenwagens, die neben Elektro-Vans auch Verbrenner einbeziehen. Außerdem plant Mercedes-Benz ein neues Logistikzentrum auf dem benachbarten Großmarkt-Gelände.
Umfassende Investitionen in Standort Düsseldorf
Das Mercedes-Benz Werk Düsseldorf findet sich seit 1962 im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf. Es umfasst eine Gesamtfläche von 670.000 Quadratmetern. Rund 5.200 Mitarbeitende fertigen hier im Dreischichtbetrieb Modelle des Mercedes-Benz Sprinter und eSprinter.

Seit 2014 hat die Daimler AG immer wieder umfassend in das Düsseldorfer Sprinter-Werk investiert. Nach einer Modernisierung von Rohbau, Lackierung und Montage für 300 Millionen Euro folgte die Erweiterung auf Elektro-Sprinter für 400 Millionen Euro sowie eine parallele Produktionsstrecke für das Modell Sprinter VS30. Aktuell laufen in Düsseldorf pro Jahr mehr als 100.000 Sprinter von Band.
Sprinter-Werk: Arbeitsplätze gesichert
Dank der neuen Investitionen ist die Kernproduktion des Düsseldorfer Werks gesichert. Zuletzt hatte es in der Belegschaft Unsicherheit darüber gegeben, wie groß der Bedarf an den in Düsseldorf gefertigten Modellen noch ist und ob es Stellenstreichungen geben könnte. Wie es nun jedoch aus Kreisen des Betriebsrates heißt, müsse sich niemand aus der Stammbelegschaft Sorgen um seine Zukunft machen. Aufgrund von Renteneintritten werde sich die Stammbelegschaft in den kommenden Jahren jedoch um etwa etwa 10 Prozent reduzieren.
Neues Logistikzentrum auf Großmarkt-Gelände geplant
Im Rahmen der geplanten Neuerungen am Sprinter-Werk, plant Mercedes-Benz außerdem den Bau eines neuen Logistikzentrums. Auf einer Fläche von 46.000 Quadratmetern soll auf dem ehemaliges Großmarkt-Gelände an der Ulmenstraße eine riesige neue Halle entstehen. Hier wird ein Großteil der Logistik, die bislang auf vier Bereiche auf dem Werksgelände verteilt ist, gebündelt. Die Investition für die Logistikhalle soll im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.
Der Großmarkt war Ende 2024 endgültig geschlossen worden. Seither werden die Flächen entwickelt. Unter anderem wird der Metro Cash&Carry Markt hier eine neue Heimat finden, zudem entsteht ein Hallenbad sowie ein Rewe-Supermarkt. Vom ehemaligen Großmarlt existiert heute nur noch der private Blumengroßmarkt.
