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HandelGrün: naturstrom AG beteiligt sich an Ökostrom-Allianz

Der Düsseldorfer Ökostromanbieter naturstrom AG hat gemeinsam drei anderen unabhängigen Ökostromanbietern aus Deutschland und Österreich die HandelGrün GmbH & Co. KG gegründet. Das erklärte Ziel des Joint Ventures ist es, die Kompetenzen der vier beteiligten Unternehmen in einem Ökostrom-Direkt- und Flexibilitätsvermarkter zu bündeln und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Dabei vermarktet HandelGrün ausschließlich Ökostrom, strikt ohne Verbindungen zur Fossilindustrie. Neben der Direktvermarktung von Solarparks und Biomasseanlagen sowie Windparks soll in Zukunft auch die Vermarktung von Photovoltaik-Kleinanlagen und haushaltsnahen Batteriespeichern übernommen werden.

HandelGrün – Vier Ökostromanbieter gründen Vermerktungsallianz

HandelGrün
Die Geschäftsführer des Joint Ventures HandelGrün GmbH, Maximilian Kloess und Björn Sossong (v. l. n. r.), Foto: HandelGrün

Neben der naturstrom AG, die 1998 gegründet wurde und heute mehr als 300.000 Haushalte und Gewerbekunden mit Ökostrom, Ökogas und Wärme aus Erneuerbaren Energien versorgt, beteiligen sich die Elektrizitätswerke Schönau, Green Planet Energy und die oekostrom AG an dem Joint Venture. Jede Gesellschafterin hält 25 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen, dessen Sitz in Hamburg sein wird.

„Bei HandelGrün bleibt alles rein erneuerbar: Wir halten fossile Einflüsse fern, lassen Erlöse im Öko-Sektor und garantieren echte Unabhängigkeit – anders als bei Anbietern mit gemischten Portfolios, wo grüne Einnahmen oft in fossile Projekte fließen. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren und treiben die Dekarbonisierung ohne Abstriche voran.“
Dr. Björn Sossong, Geschäftsführer von HandelGrün

Vermarktungsaktivitäten auch externer Betreiber öffnen

HandelGrün nahm bereits am 1. Januar 2026 den Betrieb auf und möchte ab dem dritten Quartal 2026 in die Ökostrom-Direktvermarktung einsteigen. Dafür übernimmt das Joint Venture die Vermarktung von Anlagen aller vier beteiligten Unternehmen mit einem Volumen von zunächst 400 Megawatt. Mit dieser Leistung lassen sich bereits bis zu 360.000 Haushalte mit Strom versorgen.

In einem zweiten Schritt will man die Vermarktungsaktivitäten ausweiten und auch für Anlagen externer Betreiber öffnen. Dabei richtet man sich an Anlagenbetreiber jeder Größe. Für diese soll das gesamte Spektrum der Direktvermarktung übernommen werden. Von präzisen Prognosen und Handelsoptimierungen, über die Vermarktung nach Marktprämienmodell bis hin zu individuellen Power Purchase Agreements (PPAs) inklusive Herkunftsnachweisen und zuverlässigen Absicherungen gegen Ausgleichsenergierisiken.

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