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Gerresheimer erwartet geringere Profitabilität – Aktie bricht ein

Gerresheimer AG
Foto: © GERRESHEIMER

Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer erwartet für dieses Jahr eine geringere Profitabilität als 2011. Dieser Ausblicke verschreckte gestern die Anleger trotz eines kräftigen Anstiegs des Konzernumsatz im letzten Jahr. Die Aktie brach daraufhin ein.

Der Umsatz Gerresheimer AG legte im Geschäftsjahr 2011 kräftig zu und wuchs um 6,8 Prozent auf 1.094,7 Mio. Das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) konnte auf 217,3 Mio. EUR gesteigert werden. Der Gewinn des Unternehmens stieg um 16,5 Prozent auf 54,4 Mio. EUR. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,60 (Vorjahr: 0,50) Euro je Aktie erhalten. Dieses Wachstum wurde vorrangig im Kerngeschäft der pharmazeutischen Primä rverpackungen und Medical Devices aus Glas und Kunststoff erwirtschaftet. Auch im Bereich Kosmetikglas wurden gute Umsätze erzielt.

Nach Unternehmensangaben verfügt das Unternehmen über langfristige, finanzielle Stabilität und somit ausreichend Spielraum für ein weiteres Wachstum. Dies ist vor allem in Schwellenländern geplant. Zuletzt übernahm Gerresheimer das brasilianische Unternehmen Vedat und ist seither der führende Anbieter von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen und Verschlüssen im schnell wachsenden südamerikanischen Markt.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2012 viel trotzt der hervorragenden Unternehmenszahlen zurückhalten aus. Gerresheimer geht nur noch von einem Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent aus. Diese Prognose enttäuschte die erfolgsverwöhnten Aktionäre, so dass die Anteilsscheine am Morgen ein Minus von knapp sieben Prozent hinnehmen mussten. Laut Analysten liege das Margenziel für 2012 unter der Markterwartung, heißt es.

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