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Energiekonzern Eon verlässt Düsseldorf

Der Energiekonzern Eon wird Düsseldorf in absehbarer Zeit den Rücken kehren. Gestern gab das DAX-Schwergewicht einen umfangreichen Konzernumbau bekannt, der langfristige Auswirkungen für den Standort Düsseldorf haben wird. Demnach werden die bisherigen Geschäftsfelder in zwei Unternehmen aufgespalten. Das Hauptgeschäft der Eon SE wird nach Essen verlagert, wo bereits der Hauptkonkurrent RWE beheimatet ist. In Düsseldorf verbleibt der Konzernbereich mit den Geschäftsfeldern konventionelle Stromerzeugung, Energiehandel und Exploration & Produktion. Dieser wird zukünftig unter dem Namen Uniper firmieren. Der Name stammt von einem Eon-Mitarbeter und soll für „Unique Performance“ stehen.

Die Zukunft von Eon wird in Essen entschieden

In der Konzernsparte Eon SE versammelt der Energieriese ab 2016 alle zukunftsträchtigen Geschäftsfelder, darunter die erneuerbaren Energien (Solar- und Windstrom), das Netzgeschäft sowie das renditestarke Endkundengeschäft. Chef der zukünftig 40.000 Mitarbeiter dieses Bereichs bleibt der bisherige Konzernchef Johannes Teyssen.

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In das bisherige Headquarter der E.ON Global Commodities wird die Uniper-Zentrale einziehen, Foto: Eon

Energiekonzern Eon – Resterampe Uniper?

In das neue Unternehmen Uniper werden alle kritischen Geschäftsfelder verschoben, darunter die die konventionelle Stromerzeugung mit Kohle und Gas, sowie das krieselnde Auslandsgeschäft in Brasilien und Russland. 20.000 Mitarbeiter wird die neue Sparte haben. Die Unternehmenszentrale wird im Düsseldorfer Medienhafen untergebracht sein, wo bisher die Zentrale der Eon Global Commodities untergebracht ist. In die bisherige Eon-Zentrale am Museum Kunstpalast werden vor allem Verwaltungsabteilungen einziehen.

Was bedeutet die Eon-Aufspaltung für Düsseldorf?

Mit der deutlichen Aufspaltung in konventioneller und erneuerbarer Energie, will Eon den stetig wachsenden Anforderungen der Energiewende gerecht werden. Noch immer verbinden viele Endkunden mit dem Namen Eon vor allem Atommeiler und Braunkohlekraftwerke. Das soll sich ab 2016 ändern. Das unattraktive Atomgeschäft mit all seinen Altlasten wird man in der Unternehmenskommunikation weitestgehend ausblenden um dem Namen Eon neues Leben einzuhauchen. Für Düsseldorf ist der Verlust von Eon ein herber Schlag, verliert die Landeshauptstadt doch einen weiteren, namhaften DAX-Konzern und einen guten Steuerzahler. Auch wenn die Mitarbeiterzahlen durch den Umzug sogar leicht steigen sollen, ist die Bekanntgabe ein Abschied auf Raten.

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