home Wirtschaft Einsparungen: Wassertemperatur in Schwimmbädern wird gesenkt

Einsparungen: Wassertemperatur in Schwimmbädern wird gesenkt

Die Bädergesellschaft Düsseldorf senkt die Wassertemperatur in den Düsseldorfer Schwimmbädern um Energie zu sparen und Kosten zu senken. Bis zu 25?Prozent der Wärmeenergie soll durch die Maßnahme eingespart werden. Zudem sollen in den Düsseldorfer Schwimmbädern verstärkt erneuerbare Energien zur Wärmegewinnung und Temperaturerhöhung in den Becken genutzt werden.

Energie und Kosten sollen gespart werden

Strandbad Lörick
In den Bädern wie hier im Strandbad Lörick wird die Wassertemperatur abgesenkt um Energie und Kosten zu sparen. Foto: Ingo Lammert, Landeshaptstadt Düsseldorf

Nach Angaben der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH wird die Temperatur in den Schwimmbädern sukzessive abgesenkt, um bei Gebäudekonstruktionen und Beckenkörpern keine Schäden zu riskieren. Wer jetzt jedoch klirrende Kälte beim Sprung ins kühlere Nass vermutet, darf beruhigt sein. In den Düsseldorfer Hallenbädern ist bei einer Wassertemperatur von immer noch 26°C in den Schwimmerbecken, sowie 28°C in den Kurs- und Lehrschwimmbecken, ein uneingeschränktes Badevergnügen weiterhin gewährleistet. Die Planschbecken für die jüngsten Besucher werden zudem auf wohlige 30°C eingestellt.

Etwas kühler wird es in den Freibädern, die aufgrund der guten Wetterprognosen am 9. Mai in die neue Saison gestartet sind. Hier wird lediglich eine Mindesttemperatur bei 22°C sichergestellt. Bei den wärmer werdenden Außentemperaturen dürften sich darüber aber nur wenige Badegäste beschweren.

Bädergesellschaft Düsseldorf folgt Empfehlung

Mit der Reduzierung der Wassertemperatur folgt die Bädergesellschaft Düsseldorf einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfDB). Durch die Maßnahme soll ein Beitrag zur Energieeinsparung sowie zur Konsolidierung der bereits gestiegenen Energiekosten geleistet werden. Denn auch wenn die Preise für Gas und Strom noch bis zum Ende des Jahres gesichert sind, hat die Betrebergesellschaft bereits seit dem 1.?April unter den gestiegenen Kosten für Fernwärme zu leiden. Nach Informationen der Rheinischen Post entstehen dadurch Mehrkosten in mittlerer sechsstelliger Höhe.

Erfolge dank zertifiziertem Energiemanagementsystem

Bereits 2015 wurde ein gezieltes Energiemanagement bei der Bädergesellschaft Düsseldorf eingeführt, dass seit November 2016 nach ISO 50001 zertifiziert ist. Seither wurden zahlreiche Maßnahmen initiiert, durch deren Erfolg die städtische Gesellschaft unter anderem im Leitfaden „Energiemanagementsysteme in der Praxis“ des Umweltbundesamtes vertreten ist. Dazu zählen etwa ein effektives Energiemonitoring und –controlling, eine anhaltende Anlagenoptimierung, die Umrüstung der Beleuchtung auf LED, der Anschluss an das Fernwärmenetz oder die Installation von Solarthermieanlagen in Form von Absorberanlagen zur Beheizung der Freibadbecken.

Zudem spielt Solarenergie eine immer wichtigere Rolle. So sind etwa auf dem Dach des Rheinbads, des Neubaus Rheinblick 741 oder des Gesundheitsbades Benrath Photovoltaikanlagen in Betrieb, die zusammen einen Stromertrag von 83.100 Kilowattstunden im Jahr erreichen. Durch die Summe der bereits eingeleiteten Maßnahmen können bereits jetzt pro Jahr 950,183 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Kosteneinsparungen belaufen sich auf rund 126.140 Euro.

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