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Aktuelle E-Commerce Trends

Der Onlinehandel hat nicht zuletzt durch die Auswirkungen den Corona-Pandemie deutlich an Dynamik gewonnen und zuletzt enorme Zuwachsraten verzeichnet. Zahlreiche Händler investierten in den Bereich E-Commerce, um Verluste aus dem klassischen Geschäft auszugleichen und neue Umsatzpotentiale zu erschließen. Diese Entwicklung belebte in vielen Marktsegmenten den Wettbewerb, so dass sich Marktteilnehmer vermehrt mit der weiteren Optimierung ihrer digitalen Vertriebswege befassen müssen, um sich im zunehmend härter werdenden Konkurrenzkampf behaupten zu können.

E-Commerce: Umsatzsteigerung von 10 Prozent pro Jahr

Laut Prognosen des Statistikportals Statista wird der E-Commerce Umsatz in Deutschland in diesem Jahr die Marke von 117 Milliarden Euro durchbrechen. Das entspricht einer Steigerung von fast 10 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Auch für die kommenden Jahre sehen die Prognosen entsprechend aus, so dass bis 2025 die Marke von 155 Millarden Euro deutlich übertroffen werden könnte.

Im weltweiten Umsatz-Vergleich rangiert Deutschland aktuell auf Rang fünf hinter China, den USA, Japan und Großbritannien. Im Onlinehandel besonders gefragt sind Produkte aus den Bereichen Möbel, Fashion, Spielzeug, Do it yourself (DIY) sowie Schönheits-, Gesundheits-, Körper- und Haushaltspflege. Die stärksten Zuwachsraten konnten zuletzt bei Lebensmitteln und Getränken verzeichnet, während der Trend bei Elektroartikeln etwas rückläufig ist.

Fundierte Datenanalyse unerlässlich

Datenanalyse
Eine fundierte Datenanalyse ist im heutigen E-Commerce unerlässlich, Foto: Goumbik / pixabay

Nur wer seine Kunden kennt, kann das Geschäft machen. Getreu diesen Mottos ist eine eingehende Datenanalyse unerlässlich, um den Onlinehandel erfolgreich zu gestalten. Sie ermöglicht ein detailliertes Verständnis der Customer Journey, die Segmentierung in unterschiedliche Zielgruppen, kann Schwachstellen aufdecken und bislang ungenutzte Umsatzpotentiale erschließen. Dafür notwendig ist eine geeignete Digital Analytics Software, die per Tracking Kundendaten erfasst und strukturiert. Anschließende Produkt-Performance-, Funnel- sowie Budget-Analysen bieten Erkentnnisse, um eine gezielte Conversion-Optimierung zu initiieren.

Eine professionelle Datenanalyse im E-Commerce stellt eine Spezialdisziplin dar, die neben geeigneten Systemen weitreichende Kenntnisse und Erfahrungen voraussetzt. Wer entsprechendes Fachpersonal nicht aufbringen kann, der tut gut daran, sich in diesem Bereich mit einem professionellen Dienstleister zu verstärken. Von dessen objektiver Sichtweise auf das Angebot und bestehende Prozesse, kann der Kunde in besonderem Maße profitieren.

Price Monitoring verbessert Wettbewerbsfähigkeit

Eine gesteigerte Bedeutung kommt in Zeiten dynamischer Marktentwicklungen fraglos der Preisstrategie zu. Denn nur wer Preisentwicklungen im Blick hat, kann sein Geschäftsmodell konkurrenzfähig aufstellen. Das moderne Price Monitoring stützt sich auf eine wettbewerbsbasierte Preisanalyse, bei der Preisdaten von Konkurrenten in Echtzeit erfasst und auswertet werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der Festlegung von Preisentscheidungen. Aufgrund der Masse an Daten wird die Preisüberwachung der Konkurrenz durch spezielle Softwarelösungen bewerkstelligt. Häufig kommt dabei Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz, die auf Wunsch selbstständig Anpassungen wie Produktauswahl oder Repricing durchführen kann. Kommt es also bei Wettbewerbern zu Preibewegungen, können die notwendigen Schritte frühzeitig und automatisch im Rahmen der vorgegebenen Grenzen eingeleitet werden.

Weiterhin unterschiedliche Zahlungsmethoden

Das Angebot an Zahlungsmethoden im Onlinehandel ist seit jeher heterogen und wird es in absehbarer Zukunft auch bleiben. Wer im E-Commerce erfolgreich sein möchte, muss seinen Kunden also auch weiterhin verschiedene Payment Solutions anbieten, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wer etwa nur einen Kauf per Vorkasse anbietet, verprellt in der Regel kurz vor Geschäftsabschluss viele potentielle Käufer.

Nahezu jeder zweite Online-Kunde erwartet heute Paypal oder vergleichbare Dienste als Zahlungsmethode. Auch der Kauf auf Rechnung, per Lastschrift oder über die Kreditkarte erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Nach aktuellen Prognosen wird sich die Zahlung per E-Wallet jedoch in den nächsten Jahren verstärkt durchsetzen, während Kartenzahlung und Nachnahme zunehmend an Bedeutung verlieren. Die klassische Banküberweisung, E-Invoice oder Lastschrift werden aber auch weiterhin gefragt sein.

Social Media + E-Commerce = Social Commerce

Die Verschmelzung von Social Media und E-Commerce ist aktuell einer der dominierenden Trends. Auf diese Weise lassen sich Produkte direkt über Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder Pinterest verkaufen, ohne auf eine externe Onlineshop-Lösung zu verweisen. Onlinehändler können ihre Social Media Präsenz unmittelbar mit einer Kaufoption verbinden, was den Kaufvorgang deutlich verkürzt. Der Kunde kann das Produkt oder die Dienstleistung also direkt dort kaufen, wo er darauf aufmerksam geworden ist und der Betrieb einer eigenen Infrastruktur ist nicht mehr zwingend notwendig. Allerdings wird dadurch die Abhängigkeit von einigen wenigen Plattformen größer, weswegen Social Commerce insgesamt nur eine von mehreren Säulen in einem E-Commerce-Konzept darstellen sollte.

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