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DKV steigert Beitragseinnahmen und Zahl der Kunden

Die zur Ergo-Gruppe gehörende Deutsche Krankenversicherung (DKV) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011. Bei der Vorstellung des Geschäftsberichts verkündete das Unternehmen eine Steigerung der Beitragseinnahmen um 3,1 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro. Die Zahl der Kunden wuchs um 34.000 auf nun 4,4 Millionen Menschen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die DKV weiterhin eine moderat positive Entwicklung.

Für das Wachstum sorgten zum einen der Wegfall der 3-Jahres-Wechselsperre beim Eintritt in die private Vollversicherung, zum anderen die Beitragsanpassungen im Bestand. Die Beitragsanpassungen sind die Folge des allgemeinen Kostenanstiegs im Gesundheitswesen. Der Abschied von den Einsteigertarifen wirkte sich dagegen dämpfend auf das Neugeschäft aus.

Im Jahr 2011 waren 4,4 Millionen Menschen bei der DKV versichert, 34.000 mehr als im Vorjahr. Davon waren 900.000 (2010: 911.000) Vollversicherte. Die DKV-Versicherten sorgen mit Alterungsrückstellungen für die Zukunft vor. Die Alterungsrückstellungen stiegen um 1,68 Mrd. Euro auf 28,15 Mrd. Euro (2010: 26,46 Mrd. Euro). Mit diesem Geld finanzieren die DKV-Versicherten die steigenden Krankheitskosten im Alter. Die Nettoverzinsung der Kapitalerträge lag trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten mit 4,2 Prozent leicht über dem Vorjahr (2010: 4,1 Prozent). Dieser Anstieg ist auch darauf zurückzuführen, dass die DKV ihre internationalen Tochtergesellschaften gruppenintern an Munich Health verkauft hat, wo bereits die Managementverantwortung für die Auslandstöchter lag.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 4,5 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro (2010: 3,3 Mrd. Euro). Die Abschlusskostenquote verringerte sich weiter auf nun 6,5 Prozent (2010: 7,4 Prozent) und liegt damit weiter unter Marktniveau. Die Verwaltungskostenquote sank ebenfalls leicht auf 2,4 Prozent (2010: 2,5 Prozent). Das Nettoergebnis blieb mit 113 (2010: 115) Mio. Euro stabil.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die DKV eine moderat positive wirtschaftliche Entwicklung in einer für die private Krankenversicherung politisch schwierigen Zeit.

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