Für kleinere Unternehmen und Startups ist eine eigene Webseite von besonderer Bedeutung, stellt sie doch als digitale Visitenkarte ein bedeutendes Marketinginstrumenten dar, über das potentielle Kunden angesprochen werden. Neben der professionellen Präsentation des Unternehmens und der Leistungen, dient die Webseite auch der Vertrauensbildung und der Markenpositionierung. Somit kann sie sowohl über Erfolg als auch Nichterfolg der ersten Geschäftsjahre mitentscheiden. Daher sollten bei Planung und Umsetzung einige Punkte beachtet werden.
Ziel der Webseite definieren

Bevor man technische oder gestalterische Entscheidungen trifft, sollte das Ziel der Webseite definiert werden. Das kann etwa die Kontaktaufnahme, eine Terminvereinbarung oder eine konkrete Anfrage sein. Unter Berücksichtigung eines klaren Fokus, können im Anschluss Inhalte und Funktionen gezielt ausgerichtet werden. So empfiehlen sich für ein Software Startup eine andere Struktur und Zielgruppenansprache, als für einen Handwerksbetrieb. Um das definierte Ziel zu erreichen, ist eine nachvollziehbarer Struktur der Inhalte und der übergeordneten Navigation unerlässlich. Zudem sollen die Besucher mit eindeutigen Handlungsaufrufen, auch „Call-to-Action“ genannt, an das gewünschte Ziel herangeführt werden.
Richtige Zielgruppenansprache
Sowohl inhalte als auch Gestaltung sollten sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe richten. Der individuelle Geschmack ist in diesem Kontext weniger relevant. Daher sollte man vorab eine eingehende Zielgruppenanalyse durchfühen, und ein Konzept zu Inhalt, Gestaltung sowie Tonalität und Bildsprache ableiten. Generell empfehlen sich kurze, prägnante Texte mit einem erkennbaren Nutzen, da diese von Nutzern besser und wirkungsvoller aufgenommen werden, als lange Erklärungen. Denn diese wollen auf den ersten Blick verstehen, was das Unternehmen anbietet bzw. welche Probleme es zu lösen imstande ist.
Technische Grundlagen und rechtliche Aspekte
Für die technische Umsetzung bieten sich Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress, Typo3 oder Drupal an. Diese sind kostenlos und ermöglichen einen flexiblen Aufbau und eine dynamische Pflege der Inhalte, setzen jedoch einige technische Kenntnisse voraus. Spätestens bei Updates oder technischen Problemen ist es daher gut, wenn man einen professionellen Dienstleister im Rücken hat, der eine professionelle Internetseite erstellen kann. Wer das Budget dafür jedoch anfangs nicht aufbringen kann oder möchte, kann auf sogenannte Baukastensysteme wie Wix oder Jimdo zurückgreifen. Diese ermöglichen einen schnellen Start, allerdings auf Kosten der Individualität.
Unabhängig von der gewählten Plattform sollte auf jeden Fall eine Verschlüsselung via SSL berücksichtigt werden, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Ebenso unerlässlich ist eine Datenschutzerklärung gemäß DSGVO sowie ein Impressum nach Telemediengesetz (TMG). Gerade für den deutschen Markt ist die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben essenziell, da Verstöße schnell zu Abmahnungen führen können, die Bußgelder nach sich ziehen können. Um den Betrieb der Webseite nicht zu gefährden, sollten außerdem regelmäßige Backups und Updates berücksichtigt werden.
Hosting relevant für Performance und Sicherheit
Nicht zu unterschätzen ist zudem das Thema Hosting. Es bildet die technische Basis der Webseite, weswegen der jeweilige Dienstleister sorgfältig ausgewählt werden sollte. Dabei stellt der Preis nur ein Bewertungskriterium dar. Wichtig sind vor allem die Zuverlässigkeit (Uptime), Ladegeschwindigkeit, Datensicherung, Kundensupport sowie der Serverstandort. Unternehmen, die vor allem im DACH- und EU-Raum tätig sind, sollten möglichst auf Server in Deutschland oder der EU zurückgreifen, da bei Anbietern aus den USA oder Asien andere Datenschutzgesetze gelten, was die DSGVO-Compliance erschwert.
Dos and Don’ts bei der Unternehmenswebseite
Dos
- Klare Zielsetzung und Zielgruppenanalyse vor dem Start
- Professionelles, konsistentes Design
- Mobile-First-Ansatz und schnelle Ladezeiten
- Aussagekräftige Inhalte mit klaren Handlungsaufforderungen
- Datenschutz und rechtliche Vorgaben prüfen
- Regelmäßige Wartung und Sicherheitsupdates durchführen
Don’ts:
- Unstrukturierte Navigation oder überladene Startseite
- Automatisch generierte Texte ohne Mehrwert
- Fehlende Kontaktinformationen oder unklare Angebote
- Vernachlässigung von Sicherheitsaspekten
- Verwendung fremder Bilder ohne Nutzungsrechte
- Ignorieren von Feedback oder veralteten Inhalten
