home Wirtschaft Elektronikhändler Ceconomy wartet weiter auf durchschlagende Besserung

Elektronikhändler Ceconomy wartet weiter auf durchschlagende Besserung

Der Elektronikhändler Ceconomy hat kürzlich die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2018/19, das am am 30. September endet, präsentiert. Die Verluste bleiben hoch und der Umsatz des Unternehmens, zu dem die Ketten Media-Markt und Saturn gehören, stagniert weiterhin. Die Aktie verlor mehr als acht Prozent. Vor allem die starke Online-Konkurrenz macht dem Unternehmen zu schaffen. Ein breit angelegtes Kosten- und Effizienzprogramm soll nun Besserung bringen.

Filialgeschäft stagniert – Online nur mit geringem Wachstum

Media Markt Kassenbereich
Foto: Media Markt / METRO AG

Trotz umfangreicher Rabattaktionen konnte das klassische Filialgeschäft nicht zurück in die Erfolgsspur finden. Mit 4,6 Milliarden Euro wurde nahezu der gleiche Umsatz erwirtschaftet, wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Abzüglich der Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufen kommt man auf einen Zuwachs von lediglich 0,2 Prozent. Auch das zuletzt stark wachsende Online-Geschäft fuhr mit nur noch 1,7 Prozent ein geringes Plus ein. Vor allem die Ausweitung auf weitere Produktkategorien und daraus resultierende Lieferkosten drücken auf das Online-Wachstum.

Kosten- und Effizienzprogramm soll Besserung beim Elektronikhändler bringen

Somit müssen die Aktionäre weiterhin auf durchschlagende Besserung warten. Jörn Werner, Vorstandsvorsitzende von Ceconomy, machte aus der angespannten Situation denn auch keinen Hehl. Das Unternehmen arbeite momentan vor allem an der Kostenseite. Im Rahmen des laufenden des Kosten- und Effizienzprogramms sollen rund 600 Arbeitsplätzen wegfallen. Vor allem die Verwaltung des Elektronikriesen soll betroffen sein. Der Vorstand sprach in diesem Zusammenhang von „möglichst sozialverträglichen“ Lösungen für die Mitarbeiter. Konkrete Maßnahmen sollen nach den Verhandlungen mit dem Betriebsrat zum Jahreswechsel bekannt gegeben werden. Bislang belastete das laufende Sparprogramm das Ergebnis der ehemaligen Metro-Tochter mit rund 80 Millionen Euro.

Prognose für Gesamtjahr bleibt unverändert

Immerhin sank der Verlust vor Steuern von 184 Millionen auf 113 Millionen Euro, allerdings begünstigt durch eine hohe Wertberichtigung auf die Metro-Beteiligung und den Verkauf der Anteile an den neuen Metro-Großaktionär EP Global Commerce. Das bereinigte Vorsteuerergebnis lag bei minus 45 Millionen Euro und damit um 171 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Die Prognose der Unternehmensführung für das Gesamtjahr blieb unverändert. So gehe man von einem leichten Umsatzwachstum und einem moderaten operativen Ergebnisrückgang aus.

Im dritten Quartal haben wir weitere Fortschritte erzielt und strukturelle Veränderungen angestoßen. So konnten wir mit der Veräußerung des verbleibenden 5,4-Prozent-Anteils an der METRO AG unsere Bilanz durch den Zufluss liquider Mittel weiter stärken. Darüber hinaus haben wir Anfang Juli eine nachhaltige Lösung für unser griechisches MediaMarkt-Geschäft gefunden. Dem anhaltenden Margendruck begegnen wir mit unserem aktiven Kostenmanagement, welches in diesem Quartal weiter an Dynamik gewann. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Gesamtjahresziele erreichen werden.
Karin Sonnenmoser, Finanzvorstand

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