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BASF baut Stellen in Düsseldorf ab

BASF unterhält in Düsseldorf seinen weltgrößten Standort für kosmetische Inhaltsstoffe. Nun hat der Chemiekonzern angekündigt, mehr als 100 Stellen streichen zu wollen. Die Rede ist auch von betriebsbedingten Kündigungen, die sowohl Arbeitsplätze im Werk, als auch im Verwaltungssitz betreffen. Die geplanten Kosteneinsparungen sollen wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen, heißt es von Unternehmensseite.

BASF in Düsseldorf

BASF-Werk in Düsseldorf
Blick auf das BASF-Werk in Düsseldorf, Foto: BASF

Am BASF-Standort im Düsseldorfer Stadtteil Holthausen entwickelt, produziert und vermarktet der weltgrößte Chemiekonzern Produkte für die Kosmetikindustrie sowie für Haushalts- und Industriereiniger. Das Werk erstreckt sich südlich der A46 auf einer Fläche von rund 1,4 Quadratkilometern, die sich der Chemieriese mit anderen Unternehmen wie Henkel oder KLK Oleo teilt.

Für die hier ansässige BASF Personal Care and Nutrition GmbH, die Teil der BASF SE ist, sind bislang mehr als 1.300 Beschäftigte tätig. Rund 100 davon sind in der Entwicklung von Inhaltsstoffen für Duschgels, Shampoos und Cremes beschäftigt. Rund 1,4 Millionen Tonnen an Tensiden und pflegenden Ölkomponenten gehen von Düsseldorf aus jedes Jahr an Konsumgüterkonzerne wie Henkel, Procter & Gamble oder Unilever.

Drittgrößter BASF-Produktionsstandort in Europa

Nach Unternehemensangaben ist das Werk in Düsseldorf der drittgrößte Produktionsstandort von BASF in Europa und der achtgrößte Weltweit. Der Standort gilt als profitabel, wesegen die Streichungspläne bei Belegschaft und Experten auf Unverständnis stießen. Bislang wollte der Konzern vor allem an Stammsitz in Ludwigshafen rund eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen.

Das nun auch Düsseldorf von den „Effizienzmaßnahmen“ betroffen ist, lässt darauf schließen, das verschiedene kostenintensive Aufgabenbereiche dauerhaft in andere Standorte im günstigeren Ausland verlagert werden könnten. In Düsseldorf bangen daher zahlreiche bislang gut bezahlte BASF-Mitarbeitende um ihre Arbeit. Betroffen ist neben dem Düsseldorfer Werk auch die in Monheim ansässige Verwaltung. Der Stellenabbau soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

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