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Automobilzulieferer Whitesell ist insolvent

Der Automobilzulieferer Whitesell Germany mit Sitz in Neuss bei Düsseldorf hat Insolvenz angemeldet. Dabei hatte der US-Konzern Whitesell die Produktionsstätten erst im Januar 2014 aus einer Insolvenz übernommen. Der Betrieb ist damit zum dritten Mal in fünf Jahren zahlungsunfähig. Der Insolvenzantrag umfasst alle vier Werke der deutschen Unternehmensgruppe, in denen vor allem Verbindungselemente für die Automobilindustrie gefertigt werden. Nun gehen schon nach einem Jahr erneut die Lichter aus. Betroffen sind insgesamt 1.300 Angestellte, davon 300 am Standtort Neuss, deren Gehälter vorerst ausbleiben.

Das Amtsgericht Düsseldorf berief den Düsseldorfer Rechtsanwalt Biner Bähr zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Dieser versucht sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage von Whitesell zu verschaffen und informierte am heutigen Freitag (30.01.15) die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung. Bähr kündigte an, sich zeitnah mit Kunden und Lieferanten zusammenzusetzen zu wollen, um auszuloten, ob und wie ein Fortbestand des Neusser Werkes ermöglicht werden könne.

Ein Sprecher der IG Metall sagte: „Whitesell hat mit seiner „Wildwest- Manier“ die Betriebe gegen die Wand gefahren! Im Investorenprozess gab es Interessenten. Jetzt kommt es darauf an, mit der qualifizierten Arbeit des Insolvenzverwalters und allen Beteiligten, Standorte und Arbeitsplätze zu sichern.“

Als ein Grund für den Niedergang wird eine deutliche Anhebung der Preise für Whitesell-Produkte genannt. Dies sorgte offenbar Ende vergangenen Jahres dafür, das der Automobilkonzern BMW als letzter Großkunde absprang.

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