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Anlagenbauer GEA steigt in DAX auf

Düsseldorf ist bald um einen DAX-Konzern reicher: der Maschinen- und Anlagenbauer GEA steigt zum 22. September 2025 in den Deutschen Leitindex auf. Das gab die Deutsche Börse am Mittwoch bekannt. Bislang ist die GEA Group im MDAX notiert. Mit dem Aufstieg in den DAX gehört die Gruppe zu den 40 größten Unternehmen, die an der Frankfurter Börse notiert sind.

Aufstieg in den DAX ist Meilenstein für GEA

Headquarter der GEA AG
Blick auf das neue Headquarter der GEA AG im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf, Foto: GEA / Ansgar van Treeck

Bereits im Vorfeld war die Aufnahme von GEA in den DAX von Analysten erwartet worden. Entsprechend zog die GEA-Aktie in den vergangenen Wochen stark an und erreichte zuletzt ein neues Allzeithoch von 65 Euro je Anteilsschein. Dank einer Marktkapitalisierung von über zehn Milliarden Euro hatte der Düsseldorfer Konzern die Vorraussetzungen für einen Aufstieg bereits übererfüllt.

Auch beim zweiten DAX-Neuling, dem Digitalunternehmen Scout 24, das unter anderem die Immobilienplattform „Immoscout“ oder das Autoportal „AutoScout24“ betreibt, hatte man den Aufstieg in den Leitindex erwartet. Doch wenn man betrachtet, welche Schwergewichte dafür verdrängt werden, so sorgt dies durchaus für Verwunderung. Zum einen verschwindet die Porsche AG vorerst aus dem DAX, zum anderen der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius.

„Die Aufnahme in den DAX ist ein großer Meilenstein in der Geschichte von GEA. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir es aus eigener Kraft und ohne Rückenwind geschafft haben – das ist ein Aufstieg erster Klasse. Seit Jahren verbessern wir unsere Performance, wachsen organisch, sind verlässlich in unseren Prognosen und beteiligen Mitarbeitende wie Investoren gleichermaßen an unserem Erfolg. Der strategische Fokus auf profitables Wachstum, Effizienz und Nachhaltigkeit hat GEA entscheidend vorangebracht und kulminiert nun im Aufstieg in die erste Börsenliga. Das ist vor allem eine Auszeichnung für unsere mehr als 18.000 Mitarbeitenden, die täglich einen großartigen Einsatz bringen.“
Stefan Klebert, CEO der GEA Group

Traditionsunternehmen mit Sitz in Düsseldorf

Mit GEA rückt also wieder ein klassisches Industrieunternehmen in den deutschen Leitindex auf. Die Düsseldorfer entwickeln und produzieren Maschinen und Anlagen für die Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. In diesen Bereichen zählt das Unternehmen zu den Markt- und Technologieführern. Zu den Produkten zählen Maschinen wie Separatoren, Kompressoren oder Melksysteme. Zudem ist GEA in der Lage, ganze Produktionslinien zu entwickeln, aufzubauen und zu optimieren.

Das heutige Unternehmen entstand 1999 aus dem Zusammenschluss der bereits 1881 gegründeten Frankfurter Metallgesellschaft und der Bochumer GEA AG. Seit 2011 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Düsseldorf. Heute gehören mehr als 250 Tochtergesellschaften in 64 Ländern zur Umternehmensgruppe, die insgesamt rund 18.000 Mitarbeitende beschäftigt.

GEA blickt auf langjährige Börsenhistorie zurück

Logo GEA Group

Die GEA Group blickt auf eine 35-jährige Historie an der Deutschen Börse zurück. Das Unternehmen zählt zu den Gründungsmitgliedern des MDAX, dessen Mitglied sie ohne Unterbrechung war. Des Weiteren gehört GEA dem STOXX® Europe 600 sowie mehreren führenden Nachhaltigkeitsindizes wie dem Dow Jones Best-in-Class World oder dem DAX 50 ESG an. Im vergangenen und diesen Jahr wurde das Unternehmen zudem vom TIME Magazine als eines der nachhaltigsten Unternehmen der Welt ausgezeichnet.

Durch den Aufstieg in den DAX erhofft sich das Unternehmen noch mehr Sichtbarkeit und eine höhere Attraktivität für Investoren und neue Talente. „Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Wir sind auf dem richtigen Kurs. Wir haben einen klaren strategischen Kompass, robuste Endmärkte und hochmotivierte Mitarbeitende. Mit diesem Erfolgsrezept haben wir es in den DAX geschafft – und damit werden wir weiter profitabel wachsen“, so GEA-Chef Stefan Klebert.

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