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Zahl der Insolvenzen in NRW zurückgegangen

Im ersten Quartal 2017 ist die Zahl der Insolvenzen in NRW spürbar gesunken. Das berichtet die amtliche Statistikstelle des Landes. Demnach gingen bei den Insolvenzgerichten 4,7 Prozent weniger Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein, als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt waren es in den ersten drei Monaten des Jahres 7.123 Anträge. Auch die Höhe der voraussichtlichen Forderungen ging um deutliche 34,0 Prozent zurück und lag zuletzt bei 1,2 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung wurde vor allem auf die gute Konjunktur und die weiterhin niedrigen Zinsen zurückgeführt.

Mehr Insolvenzen in NRW bei ehemals Selbstständigen

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Die Zahl der Insolvenzen war in NRW zuletzt rückläufig, Foto: Alyibel / pixabay / CC0 Public Domain

Von den genannten Insolvenzverfahren betrafen knapp 10 Prozent auf Unternehmen. Ein weitaus größerer Teil entfiel auf Verbraucher wie zum Beispiel Arbeitnehmer, Rentner oder Arbeitslose. Mit 4.564 betroffenen Personen sank diese Zahl um 6,4 Prozent. Einen signifikanter Anstieg war hingegen bei den ehemals Selbstständigen zu verzeichnen. So wurden in diesem Bereich 834 Anträge gestellt. Das sind fast 16 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Insgesamt 222 Verfahren betrafen Nachlässe, Gesamtgut und natürliche Personen als Gesellschafter.

548 Insolvenzverfahren wurden im ersten Quartal 2017 von den Insolvenzgerichten abgelehnt. Dies kann geschehen, wenn das verfügbare Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu begleichen. So kommt es, dass von den 7.123 beantragten Verfahren lediglich 6.479 eröffnet.

NRW bei Unternehmensinsolvenzen immer noch einer der Spitzenreiter

Bei den Unternehmensinsolvenzen rangiert Nordrhein-Westfalen im bundesdeutschen Vergleich jedoch immer noch auf einem der letzten Plätze. Laut einer Studie der Creditreform wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen an Rhein und Ruhr beantragten. Nur in Berlin waren es mehr. Dort müsse jedoch auch die vergleichsweise hohe Anzahl an Start-Ups berücksichtigt werden, die ein generell höheres Insolvenzrisiko hätten.

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