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Erntebilanz 2019 für NRW geht von durchschnittlicher Getreideernte aus

Trotz des trockenen Sommers ist die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen weitestgehend zufriedenstellend ausgefallen. Zumindest sei es nicht zu den teils massiven Ertragseinbußen des Vorjahres gekommen, teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz im Rahmen der Erntebilanz 2019 mit. Für den Bericht waren die Ernten auf 700 repräsentativen Feldern ermittelt worden. Bewertet wurden Getreide sowie andere wichtige Feldfrüchte. Insgesamt sei eine durchschnittliche Getreideernte zu erwarten, so Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Erntebilanz 2019
Die Getreideernte in NRW war laut Erntebilanz 2019 zufriedenstellend, Foto: Mylene2401 / pixabay

Dafür habe es aufgrund der teils extremen Witterungsverhältnisse aber erhebliche Einbußen beim Grünland gegeben. Während aufgrund der niederschlagsreichen Wintermonate ein sehr guter erster und größtenteils ein zufriedenstellender zweiter Schnitt geerntet werden konnten, führte die Trockenheit in den Sommermonaten zu einem weitgehenden Wachstumsstillstand. Zwar ließ punktueller Regen in einigen Gebieten eine Regeneration des Grünlandes zu, jedoch muss insgesamt mit einer Verknappung bei der Versorgung mit Winterfutter gerechnet werden.

Erntebilanz 2019: 8,7 Prozent mehr Getreide als 2018

Nach den zahlen der Erntebilanz 2019 für NRW konnte insgesamt 3,84 Millionen Tonnen Getreide geerntet werden. Damit lag der Ertrag um 8,7 Prozent höher als im Jahr 2018. Die Anbaufläche lag bei insgesamt 500.100 Hektar und somit etwa drei Prozent über der Anbaufläche des Vorjahres. Im Vergleich zum fünfjährigen Mittel wurde eine um 4,9 Prozent geringere Erntemenge ermittelt und eine um 2,4 Prozent geringere Anbaufläche. Die Qualität des 2019 geernteten Getreides wird als „überwiegend zufriedenstellend bis gut“ angegeben.

Bei der Ertragshöhe gab es in diesem Jahr signifikante regionale und einzelbetriebliche Unterschiede. So hing die Ertragshöhe wesentlich von der Bodenqualität und der Niederschlagsverteilung ab. Enorme Unterschiede konnten bereits innerhalb einzelner Schläge festgestellt werden. Besonders deutlich wirkte sich dieser Sachverhalt bei anderen untersuchten Feldfrüchte wie Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln oder dem Grünland aus. Die letztlich zu erzielenden Erträge hängen laut den Fachleuten auch von den Niederschlägen in den nächsten Wochen ab.

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