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Verdi: Erneuter Warnstreik bei der Rheinbahn am 19.10.20

Rheinbahn
Am 19.10.20 wird die Rheinbahn erneut bestreikt, Bild: Rheinbahn

Verdi erhöht den Druck und kündigt auch für den kommenden Montag, 19. Oktober, einen flächendeckenden Warnstreik bei der Rheinbahn an. Das Angebot des kommunalen Arbeitgeberverbandes Nordrhein-Westfalen (KAV NW) sei nicht ausreichend, so die Gewerkschaft. Daher sehe man sich gezwungen, erneut in den Streik zu treten.

Rheinbahn wird am 19.10.20 komplett bestreikt

Somit fallen zum Wochenbeginn erneut alle U-Bahn-, Straßenbahn- und Buslinien im ÖPNV ganztägig aus. Wie die Rheinbahn auf ihrer Webseite mitteilt, wird der Streik um 3 Uhr beginnen und 24 Stunden lang andauern. Sowohl die Mobilitäts- als auch die Anschlussgarantie der Rheinbahn entfallen in diesem Zeitraum. Betroffen ist das gesamte Netz der Rheinbahn, somit neben dem Stadtgebiet Düsseldorfs auch der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch sowie die Verbindungen nach Neuss, Duisburg, Krefeld und Ratingen. Die KundenCenter sind ebenfalls geschlossen. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf den Verdi Bezirk Düssel-Rhein-Wupper mitteilt, könnte der öffentliche Nahverkehr auch am Dienstag noch stillstehen.

Es wird empfohlen, sich frühzeitig über alternative Beförderungsmöglichkeiten zu informieren und – soweit möglich – auf S-Bahnen und Regionalzüge der Eisenbahnunternehmen umzusteigen. Auch CarSharing-Angebote werden empfohlen. Detaillierte Informationen über etwaige Einschränkungen bei S-Bahnen und im Regionalverkehr (RE/RB) sind online unter zuginfo.nrw verfügbar.

Vierter Warnstreik seit dem 29. September

Nach dem Bekanntwerden des nunmehr vierten Streiktages binnen drei Wochen, schwindet die Unterstützung in der Bevölkerung für die Streikenden. Während der erste Warnstreik am 29. September noch weitestgehend auf Verständnis stieß, überwiegen inzwischen deutlich die kritischen Töne. Vor allem in den sozialen Medien äußern sich zahlreiche Kunden der Rheinbahn kritisch. Auch der Vorstandsvorsitzende der Rheinbahn, Klaus Klar, äußerte gegenüber der Rheinischen Post entsprechend. Für den vierten Warnstreik in derart kurzer Abfolge habe man in der aktuellen Situation absolut kein Verständnis. Die Forderungen der Gewerkschaft würden für die Rheinbahn Mehrkosten in Höhe von 28 Millionen Euro pro Jahr bedeuten, was völlig überzogen sei, so Klar.

Was fordert Verdi?

Neben der Rheinbahn hatte Verdi zuletzt auch die Beschäftigten der Stadtverwaltungen Düsseldorf und Ratingen, die Awista, die Stadtwerke, die Agentur für Arbeit und Jobcenter, die Rentenversicherung sowie zahlreiche Krankenhäuser (LVR und Sana) und die Sparkassen zum Streik aufgerufen. Gefordert wird von Verdi unter anderm die Abschaffung der Einstiegs-Entgeltgruppe, eine maximale Dienstlänge im Fahrdienst von zehn statt bisher zwölf Stunden, die Erhöhung der Ruhezeiten nach Schichtende, Verbesserungen bei Zeitzuschlägen sowie eine Zulage ab dem ersten Tag bei einer vorübergehenden Vertretung.

4 thoughts on “Verdi: Erneuter Warnstreik bei der Rheinbahn am 19.10.20

  1. Halte die Forderungen für berechtigt da der Arbeitgeber auch den Kollegen an die entgeldgruppen gehen möchte Laufzeit fiel zu lange und 1% ist ein Witz da es vielen Unternehmen im öffentlichen Dienst auch noch sehr gut geht um die Wirtschaft wieder an zu kurbeln hat lohnverzicht noch nie was gebracht

  2. Guten Tag, also jetzt reicht es. Es kann nicht sein das gestreikt wird auf die Kosten der Fahrgäste, weil man kommt nicht zur Arbeit und muss sein Urlaub dafür opfern? Man ärgert sich eh schon immer das alles Verspätung hat. Und dann werde ich gezwungen Urlaub zu nehmen. Weil ich angewiesen bin auf Bus und Bahn damit ich zur Arbeit komme. Ich arbeite im Krankenhaus. Und das weil die feinen Herrschaften den Hals nicht voll genug bekommen. Man sollte doch froh sein dass man Arbeit hat. Durch Corona haben viele ihre Arbeit verloren.

  3. Was sind schon Mehrkosten von 28 Millionen bei der Rheinbahn, sie sparen einfach am falschen Ende. Das Fahrpersonal ist das wichtigste am ganzen Betrieb ohne Sie läuft gar nichts. Wenn man die Einkaufspolitik bei den Busen sieht (VDL) falsche Bemessung der Bahnsteige bei der U-Bahn einfach ein Lacher. Ein Herr Klar sollte mal Schichtdienst machen ob er dann auch noch so strahlt.

  4. So langsam reicht es aber auch. Schön, dass alle ihre Forderungen mit Streiks durchsetzen wollen, aber was ist mit den Mehrkosten die für Fahrgäste entstehen die wirklich auf die Bahnen angewiesen sind? Was ist mit Studenten die sowie schon knapp bei Kasse sind und ohne Bahnen nicht von A nach B kommen, dann noch drauf zahlen müssen um zur Arbeit zu kommen, etc.? So viele Streiks in so kurzer Zeit ist einfach nur noch egoistisch. Die sind nicht die einzigen mit Problemen, schlimm genug, dass andere jetzt dafür zahlen müssen. Ich kann die Forderungen und den Ansatz an und für sich verstehen, aber in so kurzer Zeit so viele Streiks ist einfach nicht fair denjenigen gegenüber, die nicht einfach mal eben Streiken gehen können & gerade dankbar dafür sind überhaupt noch einen Job in dieser Krise zu haben. Die Miete zahlt sich ja schließlich auch nicht von alleine.

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