home Kurz&Kompakt, Wirtschaft Sicherheitspersonal streikt am Flughafen Düsseldorf – starke Beeinträchtigungen befürchtet

Sicherheitspersonal streikt am Flughafen Düsseldorf – starke Beeinträchtigungen befürchtet

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Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik des Sicherheitspersonals am Flughafen Düsseldorf aufgerufen

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag den 10.01.19 ganztägige Warnstreiks des Sicherheitspersonals am Flughafen Düsseldorf angekündigt. Somit ist ab Mitternacht mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen. Am Streik werden sich Beschäftigten der Firmen Securitas, Klüh und Kötter beteiligen. Ab 7:30 Uhr soll eine Streikversammlung mit dem Verhandlungsführer Benjamin Roscher im Flughafen stattfinden.

Neben dem Airport Düsseldorf sind auch die Flughäfen Köln-Bonn und Stuttgart von der Arbeitsniederlegung betroffen. Am Montag hatte ein mehrstündiger Warnstreik des Sicherheitspersonals bereits die beiden Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel lahmgelegt.

Lange Wartezeiten und Flugausfälle erwartet

Fluggäste müssen sich auf erhebliche Beeinträchtigungen des Flugbetriebs einstellen. Auch mit Flugausfällen muss gerechnet werden. Vor allem bei den Sicherheitskontrollen müssen deutlich längere Wartezeiten eingeplant werden. Zwar teilte der Flughafen mit, sich bestmöglich auf den Streik vorbereitet zu haben, jedoch seien teils erhebliche Verzögerungen nicht zu vermeiden. Dennoch versuche man die Kontrollen durch Optimierungen zu beschleunigen.

Verdi fordert höhere Löhne für Sicherheitspersonal

Durch den Warnstreik möchte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck auf den Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) erhöhen. Gefordert wird eine Erhöhung des Stundenlohns in der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro. Betroffen sind rund 23.000 Beschäftigte im Bereich Sicherheitspersonal.

Die Arbeitgeberseite war bisher jedoch nur zu einer Erhöhung von 1,8 bis 2 Prozent pro Jahr bei zweijähriger Laufzeit bereit. Das entspricht laut Verdi einer Erhöhung von rund 40 Cent. Dieses Angebot hatte die Gewerkschaft als zu niedrig zurückgewiesen. Nun solle der BDLS ein verbessertes Angebot vorlegen, andernfalls seien weitere Streiks möglich, so Verhandlungsführer Roscher. Die Verhandlungen sollen am 23. Januar 2019 in Berlin fortgesetzt werden.

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