home Mode C&A verschlankt die Unternehmensspitze und richtet Strategie neu aus

C&A verschlankt die Unternehmensspitze und richtet Strategie neu aus

Das Modehandelsunternehmen C&A hat deutliche Umstrukturierungen angekündigt. Laut C&A-Chef Alain Caparros soll der Vorstand von bislang sieben auf nur noch vier Manager reduziert werden. Zudem wird das Geschäft neu ausgerichtet, um einen Angriff auf die wachsenden Konkurrenz besteht zum Beispiel aus H&M, Primark, Kik oder inzwischen auch Aldi zu ermöglichen. Man wolle das Kernsortiment im unteren Preisbereich ausbauen, aber auch mehr höherwertige Marken integrieren. Zudem ist ein deutlicher Ausbau des Online-Geschäfts geplant.

Vier von sieben Managern müssen gehen

Logo C&ALaut dem Fachmagazin „Textilwirtschaft“ müssen Bart Brenninkmeijer, Andreas Seitz, Frank Beeck und Manfred Mandel ihren Posten im Europa-Vorstand des Textilunternehmens räumen. Zukünftig besteht dieser nur noch aus drei Mitgliedern. Neben C&A-Chef Alain Caparros, der erst im August 2017 von Rewe an die Spitze des Düsseldorfer Traditionsunternehmens gewechselt war, bleiben nur Tjeerd van der Zee und Martijn van der Zee an der Konzernspitze tätig.

Diese Umstrukturierung sei Teil einer Reihe von strategischen Weichenstellungen, so Caparros. Man wolle in Zukunft schneller entscheiden, effizienter handeln und insgesamt agiler sein. Dafür brauche es ein schlankes Management mit klaren Zuständigkeiten und flachen Hierarchien sowie kurzen Berichts- und Entscheidungswegen. Ein Personalabbau bei den Beschäftigten sei hingegen aktuell nicht geplant.

C&A wieder im Aufwind

Zuletzt hatte C&A nach einigen schwierigen Jahren wieder Aufwind verspürt. Der Europa-Umsatz stieg nach Unternehmensangaben um vier Prozent. Diese Entwicklung führte Caparros auf grundlegende strategische Entscheidungen zurück, wie der Modernisierung vieler der rund 1.500 Filialen in 18 europäischen Ländern. Zudem habe man ambitionierte Pläne das Online-Geschäft weiter auszubauen. Ein erster Baustein dieser neuen Online-Strategie war der Relaunch des Online-Shops im August 2017, der sich offenbar bereits bezahlt gemacht hat: so konnte im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 14 Prozent erzielt werden. Weiteres Wachstum in diesem Bereichs soll nun forciert werden.

Der Marktanteil des Familienkonzerns legte zuletzt leicht zu und lag europaweit bei 7,3 Prozent. Zuletzt hatte das Unternehmen für Schlagzeilen gesorgt, als Spekulationen um einen C&A-Verkauf an chinesische Investoren bekannt wurden.

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