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Messe Düsseldorf stellt Geschäftstätigkeit in Russland vorerst ein

Die Messe Düsseldorf Gruppe hat angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ihre Geschäftstätigkeit in Russland Anfang März bis auf Weiteres eingestellt. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Die Entscheidung betrifft vor allem die Aktivitäten der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Moskau (MDM), die ihren Sitz in der russischen Hauptstadt hat.

„Die aktuellen Ereignisse stehen im Widerspruch zum Auftrag und zu den Werten unseres Unternehmens, internationale Marktplätze für einen freien, grenzüberschreitenden interkulturellen und wirtschaftlichen Austausch zu schaffen.“
Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf

Messe Düsseldorf war erste ausländische Messegesellschaft in Russland

Messe DüsseldorfDie Messe Düsseldorf war im Jahr 1963, also noch zu Zeiten des „Eisernen Vorhangs„, die erste ausländische Messegesellschaft, die in Russland aktiv wurde. Das erste Engagement erfolgte damals auf Einladung der Industrie und Handleskammer der UDSSR. Eine erste offizielle Repräsentanz wurde am 15. Oktober 1979 eingerichtet. Seit 2002 ist man mit einer eigenen Tochtergesellschaft, der Messe Düsseldorf Moskau, vor Ort vertreten. Das Team der MDM umfasst derzeit etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von General Manager Thomas Stenzel geleitet werden.

Für das Jahr 2022 waren bislang 14 Veranstaltungen geplant. Stattfinden konnten davon noch die Modemesse Collection Première Moscow (CPM), die Interplastica, eine Fachausstellung für Kunststoff- und Gummiverarbeitun, sowie die Verpackungsmesse Upakovka.

Die Messe Düsseldorf Moskau ist das erste ausländische Unternehmen, das in den russischen Messeverband „Russian Union of Exhibitions and Fairs“ aufgenommen wurde. Ebenfalls als erstes ausländisches Mitglied wurde die MDM 2018 in den russischen Kongressverband „Convetion Bureau Russia“ aufgenommen.

Wichtigster Auslandsmarkt

Für die Messe Düsseldorf bilden die Aktivitäten in Russland ein wichtiges Standbein außerhalb des heimischen Marktes. Laut dem Geschäftsbericht 2020 lag der Umsatz im größten Land der Erde zuletzt bei rund 34 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von fast 50 Prozent am Umsatz, den der Konzern im Ausland erzielen konnte. Kein anderes der sieben internationale Tochterunternehmen verbuchte bessere Zahlen. Zum Vergleich: das China-Geschäft kam auf einen Umsatz von rund 17 Millionen Euro.

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