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Thailändischer Investor übernimmt Carsch-Haus

Die Großbaustelle am Carsch-Haus im Herzen von Düsseldorf steht seit inzwischen fast zwei Jahren still. Doch nun soll endlich wieder Bewegung in das ambitionierte Bauvorhaben kommen. Wie verschiedene Medien berichten, hat der thailändische Investor Capital Group, der bislang 50 Prozent der Anteile an der „Düsseldorf Carschhaus GmbH“ hielt, nun auch die ürbigen Gesellschaftsanteile übernommen. Verkäufer ist die insolvente Signa Prime Selection des gescheiterten Immobilien-Tycoons René Benko. Damit ist der Weg nun endlich frei, um die baulichen Maßnahmen an dem ikonischen Bauwerk abzuschließen.

Carsch-Haus und Heinrich-Heine-Platz
Die Arbeiten am Carsch-Haus und dem Heinrich-Heine-Platz können endlich fortgesetzt werden, Animation: Signa / David Chipperfield Architects

Großbaustelle im Herzen Düsseldorfs

Die Großbaustelle am Heinrich-Heine-Platz ist für viele Düsseldorferinnen und Düsseldorf längst zum Ärgernis geworden. Bereits Ende 2022 hatten erste Arbeiten begonnen. So wurde der beliebte, historische Pavillion abgebaut, das Gebäude entkernt und die Baustelle großflächig abgesperrt – mit enormen Auswirkungen für den Verkehr. Doch Ende 2023 wurden die Arbeiten infolge der Insolvenz der Immobiliengruppe Signa schlagartig eingestellt. Es folgte langes Warten und immer wieder Gerüchte über Verhandlungen, was auch den den Stadtoberen um Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) immer wieder Geduld abverlangte.

Ein hochwertiger EIngang zur Altstadt

Denn das Bauvorhaben im Herzen der Landeshauptstadt ist nicht irgendeine Baustelle. Neben der Neugestaltung der Verkaufsflächen im Carsch-Haus, das fünf Obergeschosse eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern hat, ist ein umfassender Umbau des davor liegenden Heinrich-Heine-Platzes und des Vorplatzes des Wilhelm-Marx-Hauses vorgesehen.

Unter großer Bürgerbeteiligung waren 2019 Pläne entstanden, die den Platz zu einem „besonderen, hochwertigen Eingang in die Altstadt“ machen sollten. Neben einer Vergrößerung der Platzfläche, der Pflanzung neuer Bäume und einer ansprechenden Gestaltung, wurde auch ein spektakulärer Lichthof geplant. Dieser sollt durch sein markantes Design ein optisches Highlight setzen und als neuer Haupteingang die obere Platzebene mit den unterirdischen Verkaufsflächen verbinden.

Reichste Familien Thailands übernimmt Carsch-Haus

Das Carsch-Haus selbst sollte nach den ursprünglichen Plänen wieder zu einem Luxus-Kaufhaus und der Kadewe-Gruppe angeschlossen werden. In diesem Kontext ist der Käufer der Immobilie naheliegend. Denn hinter der Capital Group steht die Familie Chirathivat, eine der reichsten Familien Thailands. Ihnen gehören bereits die drei deutschen Luxuskaufhäuser KaDeWe, Oberpollinger und Alsterhaus, sowie weitere Top-Einkaufsadressen wie das Selfridges in London oder das La Rinascente in Mailand. In einer Reihe mit diesen Luxuskaufhäusern, dürfte die Zukunft für das Carsch-Haus rosig aussehen.

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