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Energieeffizienz auf dem Immobilienmarkt immer relevanter

Häuser und Wohnungen mit einer hohen Energieeffizienz sind auf dem Wohnungsmarkt inzwischen besonders gefragt. Die Energiewende der Bundesregierung hat zu einem Nachhaltigen Umdenken in der Gesellschaft geführt, so dass die Verbraucher eine höhere Priorität auf einen bewussteren Energieverbrauch legen. Das lässt sich auch an zahlreichen aktuellen Immobilienprojekten in Düsseldorf erkennen.

Seit 2009 ist der Energieausweis für Wohngebäude Pflicht

Auskunft über die Energieeffizienz einer Immobilie gibt der ein Energieausweis. Wer Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung ist und diese auf dem Markt zum Kauf oder zur Miete anbieten möchte, muss einen solchen nachweisen. Mit so einem Energieausweis für Eigentum können sich potentielle Kauf- oder Mietinteressenten über die wichtigsten energetischen Kennwerte und die anfallenden Energiekosten informieren. Dies sorgt für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit auf dem Wohnungsmarkt.

Die Rahmenbedingungen für den Energieausweis sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert. Er besteht aus zwei Teilkomponenten: während der Bedarfsausweis Auskunft über den Primär- und der Endenergiebedarf gibt, zeigt der Verbrauchsausweis einen Energieverbrauchskennwert, der die Heizkosten der letzten drei Jahre berücksichtigt. Generell gilt: umso grüner die Energieeffizienz eines Hauses eingestuft wird, desto besser für Verkäufer und Kaufinteressenten. Für Eigentümer eines Wohnobjekts lässt sich der Energieausweis am einfachsten über einen Architekten beantragen.

Energieeffizientes Bauen in Düsseldorf

Holzhybridhaus von Interboden entsteht im Medienhafen
Das Holzhybridhaus „The Cradle“ soll im Medienhafen entstehen, Foto: HPP/Interboden

Zahlreiche aktuelle Immobilienprojekte in Düsseldorf werben mit einer ausgezeichneten Energieeffizienz um solvente Mieter. So etwa das Dreischeibenhaus, dass im Jahr 2011 von Black-Horse-Investment gekauft und im Anschluss auf höchstem Niveau saniert wurde. Seit dem Ende der Umbauarbeiten im Jahr 2013 verfügt das Gebäude, das zu den Düsseldorfer Wahrzeichen gezählt werden darf, über eine LEED-Zertifizierung in Gold-Standard. Ein durchaus relevantes Argument für die zahlreichen namhaften Mieter, zu denen etwa die Unter­nehmens­beratung Roland Berger oder der Düsseldorfer Tourismusriese alltours zählen. Ein weiteres Beispiel aus dem Gewerbesektor ist das Immobilienprojekt „The Cradle“. Das innovative Holzhybridhaus soll ein Leuchtturmprojekt für nachhaltige Baukultur werden und Medienhafen entstehen. Dank des dort geplanten Cradle-to-Cradle-Prinzip, wird das Gebäude sogar deutlich energieeffizienter und nachhaltiger sein, als es die Energieeinsparverordnung vorgibt.

Stadtverwaltung fördert klimafreundliche Sanierungen

Diese Entwicklung wird von der Stadt forciert und gefördert. Immerhin will die Landeshauptstadt im Bereich Umweltschutz Vorreiter und bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen bietet die Stadtverwaltung zahlreiche Hilfestellungen und Förderungen an. Über das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten“, das es bereits seit 10 Jahren in Düsseldorf gibt, werden etwa besonders gelungene energetische Sanierungen von Wohnhäusern prämiert. Bislang sind bereits mehr als 3.000 Förderanträge eingegangen. Die Stadtverwaltung bewilligte rund sechs Millionen Euro an Zuschüssen. Nach Angaben der Stadt wurden durch das Förderprogramm bislang Investitionen von insgesamt rund 100 Millionen Euro ausgelöst. Weitere Fördermöglichkeiten für Gebäudesanierungen stehen etwa durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.

Energiekosten im Alltag mit einfachen Tipps senken

Für Mieter und Eigentümer bieten die Stadtwerke Düsseldorf zudem eine professionelle Energieberatung, die telefonisch oder persönlich vor Ort in Anspruch genommen werden kann. Der Berater nimmt Elektrogeräte oder die Beleuchtung unter die Lupe und spürt die versteckten Energiefresser im Haushalt auf. Dadurch können die Kosten für Strom, Heizung und Warmwasser häufig signifikant reduziert werden.

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