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Lindner Hotels beendet Insolvenzverfahren erfolgreich

Die Lindner Hotels AG hat das Ende 2024 begonnene Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Zuvor hatte sich das Familienunternehmen eine Schrumpfkur verordnet. Mehrere Hotels wurden abgegeben und eine neuen Geschäftsführung installiert.

Wie es in der offiziellen Mitteilung der Hotelgruppe heißt, wurde der Insolvenzplan einstimmig von den Gläubigern angenommen. Die gerichtliche Bestätigung erfolgte am 26. August 2025, so dass die Lindner Hotels AG in den regulären Geschäftsbetrieb zurückkehren konnte. „Wirtschaftlich restrukturiert und stabilisiert“ wie es in der Meldung heißt.

Eingangsbereich des Lindner Hotel Düsseldorf Seestern
Eingangsbereich des Lindner Hotel Düsseldorf Seestern, Lindner Hotels AG

Lindner Hotels gibt vier Häuser ab

Zu Beginn des Insolvenzverfahrens unterhielt die Düsseldorfer Hotelkette insgesamt 13 Häuser unter anderem in Düsseldorf, Berlin, Frankfurt, Parg, Wien oder Mallorca. Von diesen werden die Hotels in Frankfurt, auf Sylt, in Oberstaufen sowie Wiesensee künftig nicht mehr zur Gruppe gehören. Betroffen sind rund 200 Mitarbeitende der ursprünglich gut 850 Personen umfassenden Belegschaft der Lindner Hotels AG. Zudem fanden personelle Anpassungen im Verwaltungsbereich statt. Andere personelle Konsequezen müssen die Angestellten nicht befürchten. Wie es heißt, seien die Arbeitsplätze in den verbliebenen Betrieben vollständig gesichert.

Neuer Geschäftsführer der Lindner Hotel Group

Neuer Chef der Lindner Hotel Group wird Adrian Lindner, der sein Amt als Vorstandschef zum 1. September 2025 antrat. Ihm zur Seite steht der bisherige Chief Financial Officer Dr. Christoph Scherk. Mit dem Neustart sind viele Hoffnungen verbunden. Der neue Lindner-Chef soll verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und nicht nur die Lindner Hotels AG in eine erfolgreiche Zukunft führen, sondern auch die 26 weiteren Hotels, die unter den Marken Me-and-All Hotels, 7Pines und L-Collection von der Hotelgruppe vermarktet werden.

Geschäftsführung bleibt in der Familie

Adrian Lindner ist 35 Jahre alt und bringt Erfahrungen aus vorherigen Tätigkeiten für Unternehmensberatungen in München und New York mit. Zuletz verantwortete er innerhalb der Lindner-Gruppe die 12.18. Group, die sich auf den Erwerb, die Entwicklung und die Repositionierung sowie das Asset Management von Hotel-Immobilien spezialisiert hat. Adrian Lindner trägt zudem nicht zufällig den gleichen Namen wie sein Vorgänger auf dem Posten des CEO, Frank Lindner, der sich aus dem Geschäft zurückzieht. Er ist dessen Neffe und Patenkind. Somit bleibt das Düsseldorfer Unternehmen in Familienhand.

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